Migros bereitet sich auf Ansturm im Online-Geschäft vor

sda

23.11.2020 - 04:58

Fabrice Zumbrunnen, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes. (Archivbild)
Bild: Keystone//Ennio Leanza

Die Corona-Pandemie lässt das Online-Geschäft der Migros brummen. In diesem Verkaufskanal rechnet Konzernchef Fabrice Zumbrunnen mit Rekordumsätzen – und bereits am Black Friday mit Logistik-Herausforderungen.

Die Migros bereitet sich angesichts der Coronapandemie auf eine anhaltend grosse Nachfrage im Online-Geschäft vor. In diesem Verkaufskanal sei mit Rekordumsätzen zu rechnen, sagte Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen im Gespräch mit den Zeitungen von CH Media.

Die Logistik sei eine grosse Herausforderung. Der «Black Friday» am kommenden Freitag werde ein erster Test sein. Der Detailhandelskonzern sei gut darauf vorbereitet. Der Konzern arbeite eng mit der Post zusammen, sagte Zumbrunnen.

Warnung vor Schnäppchen

Die Schweizer Plattform gegen Fälschung und Piraterie, Stop Piracy, warnt vor dem Schnäppchentag Black Friday und in der Vorweihnachtszeit vor gefälschten Waren beim Online-Shopping. Es sei schwieriger, digitale Angebote auf ihre Echtheit zu überprüfen und minderwertige Produkte zu erkennen - auch auf etablierten Shopping-Portalen, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Gerade wenn der Preis deutlich unter dem normalen Angebot liege, solle man genau hinschauen.

Es sei schwieriger, digitale Angebote auf ihre Echtheit zu überprüfen und minderwertige Produkte zu erkennen - auch auf etablierten Shopping-Portalen, schreibt Stop Piracy in einer Mitteilung von Montag. Dies nutzten gerade in der Woche des "Black Friday" und in der Vorweihnachtszeit auch Kriminelle, um mit gefälschten Waren oder Angeboten zu betrügen.

Noch sei nicht klar, wie das wichtige Weihnachtsgeschäft verlaufen werde. Aus heutiger Sicht würde er sagen, dass 2020 ein gutes Jahr für die Migros sei. Aber ohne die Coronapandemie würde es noch besser aussehen. Insgesamt glichen die positiven Effekte, die die Coronakrise mit sich bringe, die negativen Effekte praktisch aus.

Die Migros habe im laufenden Jahr vor allem im E-Commerce Hunderte neuer Arbeitsplätze geschaffen. Dieser Trend werde sich 2021 fortsetzen. Zugleich seien nach wie vor viele Mitarbeitende in Kurzarbeit. Leider fielen auch Stellen weg. Mit 90'000 Angestellten ist die Migros der grösste Arbeitgeber der Schweiz.



Keine Entlassungswelle geplant

Eine Entlassungswelle sei nicht geplant. Die Migros sei ein stabiler und verlässlicher Arbeitgeber – auch in Krisenzeiten. Der Konzern investiere und schaffe in zukunftsträchtigen Bereichen neue Jobs. Zudem bemühe sich der Grossverteiler, Mitarbeitende aus Firmen mit Umsatzeinbrüchen in wachsenden Geschäftsfeldern einzusetzen.

Der Trend zu Homeoffice sei deutlich erkennbar und wirke sich auf den Detailhandel aus. Es gehe Richtung Kleinformate. Personen im Homeoffice erledigten ihre Einkäufe in der Nähe. Davon profitierten auch kleinere Läden. Zumbrunnen geht davon aus, dass die Arbeit im Homeoffice auch nach der Coronakrise teilweise bestehen bleibt.

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