Eine Million vollständig geimpft +++ Bund baut eigene Lösung beim Covid-Zertifikat

Agenturen/red

7.5.2021

Mehr als eine Million Menschen in der Schweiz sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Der Nachweis über eine erfolgte Impfung soll künftig in einem verwaltungsinternen System für das Covid-Zertifikat erfasst werden, entschied das BAG. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

7.5.2021

In der Schweiz sind bisher sind 1'007'496 Personen vollständig gegen das Coronavirus geimpft worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das BAG am Freitag auf seiner Website veröffentlichte. Das heisst 11,7 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei fast einer weiteren Million Personen, nämlich 999'866, wurde bislang die Erstimpfung durchgeführt.

Impftermine sind begehrt. Der Kanton Zürich schaltete am Freitagmorgen Impftermine für alle Personen ab 16 Jahren frei. Bis am Nachmittag waren alle 180'000 Termine vergeben. Sie waren für Ende Mai und die erste Junihälfte buchbar, wie die kantonale Gesundheitsdirektion mitteilte. Weitere Impftermine werden freigegeben, sobald die Impfstofflieferungen zuverlässig eintreffen.

Ein Impfbuechlein wird bereitgestellt bei der Registration im Impfzentrum gegen das Coronavirus in Basel am Donnerstag, 11. Februar 2021. Das kantonale Impfzentrum Basel-Stadt in der Messe Basel wird von der Firma Meconex betrieben. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Bisher werden die Covid-Impfungen in der Schweiz meist in einem solchen Impfbüchlein erfasst. Ab Ende Juni kommt nun ein fälschungssicheres Covid-Zertifikat, das der Bund selber entwickeln will.
Keystone/Georgios Kefalas (Archivbild)

Bund leiht Personal aus

Unterdessen stellt der Bund Personal für Impfstoffproduktion zur Verfügung. Er leiht Lonza Fachpersonal aus, damit das Unternehmen an seinem Standort in Visp VS die Produktion des Corona-Impfstoffes von Moderna ausweiten kann. Geplant sind laut dem Innendepartement EDI Einsätze von rund sechs Monaten ab Mitte Mai, bezahlt von Lonza. 25 Personen mit Biochemie-, Chemie- oder Pharmaziehintergrund stehen bereits zur Verfügung.

Am Freitag wurde darüber hinaus bekannt, dass sich die Nebenwirkungen nach einer Covid-19-Impfung im Rahmen der Zulassungsstudien bewegen. Zu diesem Ergebnis kommt das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic nach Auswertung von knapp 2000 Meldungen.

Mit 1252 (64 Prozent) der Meldungen über Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna war der grössere Teil der Nebenwirkungen nicht schwerwiegend, 701 Meldungen (36 Prozent) hingegen wurden als schwerwiegend eingestuft, wie Swissmedic mitteilte. Der überwiegende Teil der Meldungen bezog sich auf Frauen (69 Prozent).

Für Geimpfte, Genesene und Getestete

Das fälschungssichere Covid-Zertifikat für geimpfte, genesene und kürzlich negativ getestete Personen wird nun verwaltungsintern realisiert. Das BAG betraut das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) mit der Aufgabe.

Zur Verfügung stehen soll das Zertifikat bis Ende Juni. Das Dokument soll nachweisen, dass man nicht ansteckend ist. Ausschlaggebend für die Wahl war laut BAG, dass die Lösung des BIT kompatibel mit dem EU-Zertifikat, sicher, und technisch schlank sei. Das Zertifikat muss gemäss BAG sowohl auf Papier wie auf dem Smartphone einfach ausgestellt und rasch überprüft werden können. Die Personendaten werden nicht zentral gespeichert.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Corona-Lage in Italien verbessert sich weiter.
  • Die WHO hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt
  • Das BAG meldet 1546 neue Fälle, die Positivitätsrate beträgt fünf Prozent.
  • Zürich und Aargau haben am Freitag Impftermine für alle Personen ab 16 Jahren freigeschaltet. Die Termine in Zürich sind bereits usgebucht.
  • Das geplante Covid-Zertifikat wird vom Bund selber entwickelt. Private Anbieter gehen leer aus.
  • Negativrekord: Indien beklagt 414'188 Neuinfektionen.
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  • 21.23 Uhr
    EMA prüft Risiko von Blutgerinnseln bei Impfstoffen von Biontech und Moderna

    Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) untersucht die Corona-Impfstoffe von Biontech und Moderna mit Blick auf ein mögliches Risiko von Blutgerinnseln. Bislang sei kein Zusammenhang zwischen Impfungen mit den beiden Vakzinen und dem Auftreten der seltenen Nebenwirkung entdeckt worden, erklärte die EMA. Es würden aber weitere Prüfungen vorgenommen.

    Die EU-Arzneimittelbehörde hatte zuvor bei den Vektorviren-Impfstoffen von Astrazeneca und Johnson & Johnson eine Verbindung zu vereinzelten Fällen gefährlicher Blutgerinnsel festgestellt. Bei beiden Vakzinen überwiegt nach Einschätzung der EMA der Nutzen aber das Risiko.

    Der EMA-Ausschuss für Medikamentensicherheit werde nun weiter untersuchen, ob auch bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna möglicherweise ein solcher Zusammenhang bestehe, erklärte die Behörde. Bislang sei aber kein erhöhtes Risiko erkennbar.

    Es seien nur «sehr wenige» Fälle von Blutgerinnseln nach Impfungen mit mRNA-Vakzinen gemeldet worden, erklärte die EMA. Zudem unterscheide sich das klinische Bild von den Fällen, die nach Impfungen mit Astrazeneca und Johnson & Johnson aufgetreten seien. Daher sei nach derzeitigem Stand kein «kausaler Zusammenhang» erkennbar.

  • 20.36 Uhr
    WHO: Anderen Ländern droht gleiche Coronakrise wie Indien

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor dem Risiko weiterer verheerender Corona-Ausbrüche nach dem Muster Indiens. In mehreren anderen Ländern fehlten die richtigen Vorkehrungen, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan in Genf. «Dieses Virus hat eine enorme Bewegungsenergie», sagte Ryan. «Es hat massive Infektionskraft, und wir müssen die Ausbreitung verlangsamen.» In manchen Ländern entwickele sich die Lage schon ähnlich wie in Indien, sagte Ryan, ohne Namen zu nennen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte später die angespannte Lage in Brasilien und Nepal. Weitere Länder könnten bald in eine ähnliche Notlage kommen.

    Noch seien die Impfungen allein nicht die ausreichende Antwort, sagte Ryan mit Verweis auf die viel zu kleine Produktion und die ungleiche Verteilung der Impfstoffe in der Welt.

    Nach Angaben der WHO wurden weltweit 1,2 Milliarden Impfdosen verabreicht, aber mehr als 80 Prozent davon in reichen Ländern. Nur ein Bruchteil, fünf Millionen, ging demnach in die ärmsten Länder.

    Tedros appellierte an die reichen Länder, mehr Impfdosen zu spenden. Das sei kein Akt der Nächstenliebe, sondern im Interesse der reichen Länder, weil sich sonst anderswo Varianten entwickeln können, die global neue Infektionswellen auslösen können.

    Bis es genügend Impfstoff gebe, müssten Länder das tun, was sich bewährt habe, sagte Ryan. Er verwies auf Südafrika, das eine gefährliche Variante des Virus weitgehend unter Kontrolle gebracht habe. Der Kontakt zwischen Menschen auf engem Raum, ohne Handhygiene, ohne Masken und womöglich noch in schlecht gelüfteten Räumen müsse reduziert werden.

  • 19.47 Uhr
    Taskforce-Mitglied Stadler verteidigt pessimistische Modellrechnung

    Die wissenschaftliche Covid-Taskforce präsentierte noch Ende April Szenarien mit deutlich steigenden Fallzahlen.

    Tanja Stadler, Vorsitzende der Expertengruppe «Daten und Modellierungen» in der Taskforce , hat die pessimistischen Modelle der Taskforce verteidigt und dabei insbesondere auf die vielen Unsicherheitsfaktoren verwiesen.

    Es gebe «gewisse Parallelen zum Wetterbericht». Auch dieser treffe oft zu, manchmal aber nicht, sagte sie gegenüber «SRF News».

    Beispielsweise sei klar, dass es in Innenräumen ohne Masken gefährlicher als draussen ohne Maske. Man könne dies aber nicht ohne Weiteres quantifizieren.

  • 19.01 Uhr:
    England hebt striktes Reiseverbot Mitte Mai auf

    Nach mehr als vier Monaten striktem Ausreiseverbot dürfen die Menschen in England ab Mitte Mai unter strengen Auflagen wieder ins Ausland reisen. «Wir müssen sicherstellen, dass die Länder, mit denen wir uns wieder verbinden, sicher sind», sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps, der die Lockerung ab dem 17. Mai bestätigte.

    Ein Ampelsystem bestimmt je nach Infektionslage einzelner Länder, welche Regeln bei der Einreise beziehungsweise Rückkehr nach England gelten. So müssen Rückkehrer und Einreisende aus «gelben Ländern», zu denen zunächst auch Deutschland gehört, vor ihrer Einreise sowie am Tag zwei und acht nach ihrer Ankunft einen Test machen und sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Wer aus «roten Ländern» einreist, muss sogar auf eigene Kosten für zehn Tage in ein Quarantäne-Hotel. Nur Einreisenden aus «grünen Ländern» bleibt die Quarantäne erspart — auch sie müssen sich jedoch testen lassen. Zu Beginn gehören nur zwölf Länder zu jenen mit grünem Status, darunter Portugal, Israel, Island und Australien.

    In regelmässigen Abständen soll die Einstufung je nach Infektionslage angepasst werden. Die Engländer sollen ausserdem ab Mitte Mai mithilfe einer App des Gesundheitsdienstes ihren Impfstatus nachweisen könne.

    Die neuen Regeln gelten nur für England. Schottland, Wales und Nordirland, die ihre eigenen Corona-Massnahmen machen, haben noch kein Datum für den Neustart internationaler Reisen bekanntgegeben.

  • 18.27 Uhr
    Lage in Italien verbessert sich weiter

    Die Corona-Infektionslage in Italien verbessert sich weiter. Im wöchentlichen Corona-Lagebericht sprachen die Experten des Gesundheitsministeriums von einer weiter langsam sinkenden Infektionskurve. Demnach lag der aktuell berechnete 7-Tage-Inzidenzwert bis einschliesslich Donnerstag bei durchschnittlich 123 Fällen je 100'000 Einwohnern nach 148 in der Vorwoche.

    epa09161648 Customers sit at a restaurant after reopening at Navona square in Rome, Italy, 26 April 2021. Coronavirus-related restrictions in most of Italy are eased as of 26 April and most regions return to the moderate-risk yellow zones of the country#s tiered system of coronavirus-prevention measure. EPA/MASSIMO PERCOSSI
    Ein Grossteil des Landes ist bereits in die sogenannte Gelbe Zone eingeteilt. 
    EPA/MASSIMO PERCOSSI/KEYSTONE

    Der R-Wert, der angibt wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, wurde für den zuletzt berechneten Zeitraum bis Ende April mit etwa 0,89 angegeben und sank ebenfalls. Den Statistiken zufolge lagen alle italienischen Regionen mit Ausnahme der süditalienischen Adria-Region Molise unter der R-Wert-Schwelle von 1, die ein Abklingen der Pandemie signalisiert. Ein Grossteil des Landes ist bereits in die sogenannte Gelbe Zone eingeteilt. Dort haben Theater, Kinos und Museen unter speziellen Corona-Auflagen wieder offen und Bars sowie Restaurants dürfen bis zum Ausgangsverbot um 22 Uhr draussen Gäste bedienen.

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages bezifferten die Gesundheitsbehörden am Freitag auf etwas mehr als 10 500, 210 Menschen seien im selben Zeitraum mit dem Virus gestorben. Damit stiegen die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemiebeginn auf 4,092 Millionen und die der Virustoten auf rund 122 500.

  • 18.06
    Strände, Schulen, Museen — Griechenland öffnet Schritt für Schritt

    Die griechische Regierung hat den Corona-Fahrplan für die nächsten Wochen und den Startschuss für den Tourismus am 15. Mai vorgelegt. Bereits ab Samstag dürfen Strandbars und bewirtschaftete Strände mit ihren Strandliegen öffnen. Ab Montag öffnen alle Schulen. Am 14. Mai sollen dann Museen wieder zugänglich sein, am 21. Mai die Open-Air-Kinos und ab 28. Mai die Amphitheater des Landes. Vergangenen Montag hatte bereits die Aussengastronomie erstmals nach gut sechs Monaten wieder geöffnet.

    Es handele sich um vorsichtige, aber dringend notwendige Öffnungsschritte, sagte am Freitag der Chef des Zivilschutzes, Nikos Chardalias, im Staatsfernsehen. Er wies darauf hin, dass die Menschen sich gerade angesichts der Öffnung unbedingt an bestehende Regeln halten sollten. Das betonte auch die Medizinerin Vana Papaevangelou vom Corona-Krisenstab: Zwar sei die Zahl der Infizierten rückläufig, es müsse aber angesichts der Öffnungen immer wieder mit einem lokalen Aufflammen gerechnet werden.

    Alle Öffnungen sind mit Auflagen verbunden. So müssen die Schüler immer montags und donnerstags einen negativen Selbsttest vorlegen, den sie gratis erhalten. In Tavernen gilt Abstand zwischen den Tischen und es dürfen maximal sechs Personen an einem Tisch Platz nehmen. Einrichtungen wie Open-Air-Kinos und Amphitheater dürfen nur die Hälfte ihrer Plätze besetzen. Und weiterhin gilt im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre von 23.00 bis 5.00 Uhr. Die griechische Gesundheitsbehörde hatte am Freitag binnen 24 Stunden 2691 neue Corona-Fälle registriert.

  • 17.33 Uhr
    WHO erteilt chinesischem Impfstoff Notfallzulassung

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf sagte. So können UNO-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen.

  • 16.30 Uhr
    Pfizer stellt Zulassungs-Gesuch für 12-15 Jährige

    Der US-Pharmahersteller Pfizer will seinen Covid-Impfstoff auf für Kinder von zwölf bis 15 Jahren zulassen. Das entsprechende Gesuch ist bei Swissmedic eingegangen, wie das Heilmittelinstitut mitteilt. Auch dieser Antrag werde im rollenden Verfahren geprüft, heisst es weiter. Damit kann Pfizer die vorliegenden Daten einreichen, ohne die abschliessenden Ergebnisse der Studien abzuwarten. 

    Zugleich teilte Swissmedic mit, dass das Pharma-Unternehmen Novartis künftig den Impfstoff im Auftrag von Pfizer in der Schweiz abfüllen und verpacken darf. Das entsprechende Werk steht im aargauischen Stein.

  • 16.05 Uhr
    Kein Astrazeneca-Impfstoff für Briten unter 40

    In Grossbritannien soll Menschen unter 40 grundsätzlich kein Impfstoff des Herstellers Astrazeneca mehr verabreicht werden. Die Altersgruppe von 30 bis 39 solle ein anderes Vakzin bekommen, wenn eines verfügbar sei, teilte die britische Impfkommission am Freitag mit. Im April hatte sie eine solche Empfehlung bereits für alle unter 30 abgegeben. Hintergrund sind seltene Fälle von Hirnvenenthrombosen.

    In Grossbritannien wurden bis zum 28. April 28,5 Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca verimpft. Bei 242 Personen wurden nach der Impfung Thrombosen gemeldet, 49 Menschen starben.

    epa09174693 Members of the public participate in a part of a national research programme assessing the risk of the coronavirus disease whilst attending a pilot festival headlined by The Blossoms, without the need to wear a face mask or to social distance in Liverpool, Britain, 02 May 2021. The event held inside a Big Top tent in Sefton Park has 5000 revellers. EPA/PETER POWELL
    Nein, das Bild ist nicht alt, sondern am 2. Mai in Liverpool entstanden: Zu sehen sind Teilnehmer einer Studie über Corona-Verbreitung bei Festivals. Die 5000 Zuschauer erfreuen sich hier eines Konzerts der Band The Blossoms.
    KEYSTONE

    Das Königreich kam mit seiner Impfkampagne durch das vorrangig genutzte Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers besonders am Anfang schnell voran. Deshalb seien Tausende jetzt noch am Leben, sagte Jonathan Van-Tam, stellvertretender Gesundheitsbeauftragter der britischen Regierung.

    Das Ziel, bis Ende Juli alle Erwachsenen zumindest einmal zu impfen, sei trotz der neuen Empfehlung für Astrazeneca nicht in Gefahr. Im Moment sind es schon zwei Drittel, ein Drittel hat beide Dosen erhalten.

  • 15.35 Uhr
    Ende von Corona-Notstand sorgt in Spanien für Chaos

    Das Ende des sechsmonatigen Corona-Notstands an diesem Wochenende in Spanien sorgt in vielen Regionen für Verwirrung. Vielerorts gab es am Freitag Streit darüber, welche alten oder neuen Einschränkungen von Sonntag an noch gelten.

    Ärger droht auch auf den Balearen mit der Urlauberinsel Mallorca. Dort kündigten Gastwirte eine Art Aufstand gegen Pläne der Regionalregierung an. Die Zeitung El País sprach von «Chaos». Auf Mallorca erklärten mehrere Gastronomen, entgegen einer Anordnung der Regionalregierung die Innenräume von Restaurants, Bars und Kneipen noch in der Nacht zu Sonntag wieder zu öffnen.

    Die angeordnete Zwangsschliessung von Innenräumen für weitere zwei Wochen sei illegal, heisst es in Mitteilungen verschiedener Gastronomen-Verbände. Man werde «alle Kunden bewirten, die unsere Lokale aufsuchen wollen».

    Dabei war die Rechtmässigkeit der Beschlüsse der Regionalregierung erst am Donnerstag vom Oberlandesgericht in Palma bestätigt worden. Mit drei Ja- und zwei Gegenstimmen fiel die Entscheidung allerdings denkbar knapp aus. Ähnliche Streitigkeiten gibt es auch in anderen Regionen. Im Baskenland kippte das Oberlandesgericht etwa am Freitag den Beschluss zur Aufrechterhaltung der nächtlichen Ausgangssperre.

    Spaniens Zentralregierung hatte per Dekret entschieden, das Oberste Gericht in Madrid solle bei Streitigkeiten das letzte Wort haben. Doch die Richter sind damit nicht zufrieden. Der staatliche Fernsehsender RTVE zitierte einen Richter mit den Worten: «Die Politiker drücken sich vor ihrer Verantwortung.»

  • 15.15 Uhr
    So sicher ist der Impfstoff

    Die Nebenwirkungen nach einer Covid-19-Impfung bewegen sich im Rahmen der Zulassungsstudien und des «Beipackzettels». Zu diesem Ergebnis kommt das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic nach Auswertung von knapp 2000 Meldungen.

    Mit 1252 (64,1 Prozent) der Meldungen über Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna war der grössere Teil nicht schwerwiegend, 701 Meldungen (35,9 Prozent) hingegen wurden als schwerwiegend eingestuft, wie Swissmedic in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.

    Der überwiegende Teil der Meldungen bezog sich auf Frauen (69,2 Prozent), in 27,8 Prozent der Fälle waren Männer betroffen, und in einigen Meldungen wurde das Geschlecht nicht angegeben. Die Betroffenen waren durchschnittlich 64,8 Jahre alt, wobei 38,1 Prozent 75 Jahre oder älter waren. In den als schwerwiegend eingestuften Fällen lag das mittlere Alter bei 67,7 Jahren und bei Meldungen in zeitlichem Zusammenhang mit einem Todesfall bei 82,7 Jahren.

  • 15 Uhr
    Städte und Gemeinden schielen auf SNB-Geld

    Die Städte und Gemeinden in der Schweiz rechnen in den Nach-Corona-Jahren mit einer steigenden Schuldenlast. 40 Prozent schliessen gemäss einer Umfrage Steuererhöhungen nicht aus. Künftige Ausschüttungen der Nationalbank (SNB) müssten deshalb auch in die kommunalen Kassen fliessen. Mehr hier.

  • 14.25 Uhr
    Zürich: 180'000 Termine an einem Morgen vergeben

    Der Kanton Zürich hat am Freitagmorgen Impftermine für alle Personen ab 16 Jahren freigeschaltet. Bis am Nachmittag waren alle 180'000 Impftermine vergeben.

    Termine waren für Ende Mai und die erste Junihälfte buchbar, wie die kantonale Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. Weitere Impftermine werden freigegeben, sobald die Impfstofflieferungen zuverlässig eintreffen.

    Bis am Donnerstagabend wurden im Kanton Zürich 457'107 Corona-Impfungen verabreicht.

  • 14.20 Uhr
    Auch Aargau impft alle über 16 Jahre

    Auch der Kanton Aargau lässt nun alle über 16 Jahren zur Impfung zu: «Ab sofort erhalten alle impfwilligen Personen im Aargau Impftermine – auch jene, die nicht zu einer der priorisierten Zielgruppen gehören», heisst es. «Bis alle registrierten Personen Termine erhalten haben, wird es aber mehrere Wochen dauern. Derzeit befinden sich knapp 110'000 Personen auf der Warteliste. Sie alle sollten bis im Juni 2021 ihre Termine und bis im Juli 2021 auch ihre Impfungen erhalten.»

  • 13:42 Uhr
    Eine Million ist vollständig geimpft

    Vom 29. April bis am 5. Mai sind in der Schweiz weitere 372'796 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Bislang sind 1'007'496 Personen vollständig geimpft, das heisst 11,7 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Weitere 999'866 Personen haben die erste Impfung erhalten. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Webseite veröffentlichte.

    Pro Tag wurden durchschnittlich 53'257 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 4 Prozent. Insgesamt wurden bis Mittwoch 3'014'858 Impfungen durchgeführt. Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 642'642 Impfdosen. Zudem sind noch 179'575 Impfdosen beim Bund gelagert.

  • BAG meldet 1546 neue Fälle

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb von 24 Stunden 1546 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG vier neue Todesfälle und 49 Spitaleinweisungen.

    Am Freitag vor einer Woche waren 1831 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Gleichzeitig wies das BAG damals 8 neue Todesfälle und 108 Spitaleinweisungen aus. Pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 266,84 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

    Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 27. April bei 0,85. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 75 Prozent. 23,40 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Von den mutierten Varianten des Coronavirus sind in der Schweiz bisher 42'962 Fälle entdeckt worden. 17'303 betrafen die britische Variante (B.1.1.7), 246 die südafrikanische (B.1.351) sowie 14 die brasilianische (P.1).

  • 13.30 Uhr
    Neun Positive nach Massentests in Berner Schulen

    In der ersten Woche der breiten Massentests an den bernischen Volksschulen sind neun Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 80'000 Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und weiteres Schulpersonal haben an den Tests teilgenommen.

    Im zentralen Testlabor in Münsingen wurden über 9000 sogenannte Pools ausgewertet, wie die kantonale Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion am Freitag bekannt gab. Pools werden aus mehreren Speichelproben gebildet. Die PCR-Speicheltests in den Schulen werden einmal pro Woche am Morgen während des Unterrichts durchgeführt.

    Die kantonale Gesundheitsdirektion gab weiterhin bekannt, dass der Kanton Bern die Vorschläge des Bundesrats unterstütze, Erfahrungen mit grösseren Veranstaltungen zu sammeln. Dies, bevor weitere Lockerungsschritte beschlossen werden. Der Kanton will deshalb je eine Veranstaltung aus dem Profisport, Amateursport, dem Kulturbereich, der Party-Welt und der Wirtschaft durchführen. Der Raster für diese Pilot-Veranstaltungen ist bestimmt.

  • 13 Uhr
    Bund leiht Lonza Fachpersonal aus

    Der Bund leiht Lonza Fachpersonal aus, damit das Unternehmen an seinem Standort in Visp VS die Produktion des Corona-Impfstoffes von Moderna ausweiten kann. Geplant sind Einsätze von rund sechs Monaten ab Mitte Mai, bezahlt von Lonza. 25 Personen mit Biochemie-, Chemie- oder Pharmaziehintergrund stehen bereits zur Verfügung.

    Die Versorgung mit Moderna-Impfstoff sei für die Schweiz von herausragender Bedeutung, so das Eidgenössische Departement des Innern (EDI). Die Rekrutierung von Fachkräften für die Impfstoffproduktion sei jedoch anspruchsvoll, und Lonza sei auf zusätzliche Fachkräfte angewiesen, um die Produktionslinien in Visp mit voller Kapazität betreiben zu können. Deshalb unterstütze der Bund die Lonza bei der Suche nach Fachkräften für die Impfstoffproduktion.

    ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS LONZA IN VISP 1200 NEUE ARBEITSPLAETZE SCHAFFT, AM SAMSTAG, 10. APRIL 2021 - Une vue general du site de la Lonza en Valais le jeudi 6 aout 2020 a Viege. Le projet Ibex est materialise par la construction de deux batiments, transformant l'industrie chimique qui s'etait installee dans la plaine du Rhone en industrie de la biotechnologie. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
    Das Lonza-Werk in Visp VS.
    Archivbild: KEYSTONE

    Die bereits zur Verfügung stehenden Mitarbeitenden kommen laut EDI von Agroscope, dem Eidgenössischen Institut für Metrologie (Metas), dem Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE), dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), dem Institut für Virologie und Immunologie (IVI) sowie dem Labor Spiez des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (Babs).

    Nach Fachpersonal gesucht wird ausserdem an der ETH Zürich und an der EPFL Lausanne. Das EDI stellt die Koordination innerhalb des Bundes und bei den Hochschulen sicher, Lonza ist verantwortlich für die Ausbildung und Einführung der Mitarbeitenden und für die ganze Vorort-Organisation, wie das Innen-Departement weiter schreibt. Lonza hatte angekündigt, die Impfstoffproduktion 2022 zu verdoppeln.

  • 12 Uhr
    Bund entwickelt das Covid-Zertifikat selbst

    Das geplante Covid-Zertifikat wird vom Bund selber entwickelt. Das Bundesamt für Informatik hat den Zuschlag erhalten, um den Ausweis zu entwickeln. Private kommen somit nicht zum Zug. Mit eingebunden in das Projekt werden laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Berufsverband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) und der Schweizerische Apothekerverband Pharmasuisse.

    26.04.2021, Brandenburg, Potsdam: In einem Impfausweis ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen. Am Nachmittag findet der Impfgipfel von Bund und Ländern statt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Patrick Pleul)
    Wer geimpft, genesen oder getestet ist, soll sich mit einem Covid-Zertifikat ausweisen können – die Lösung dafür erarbeitet der Bund nun selbst.
    Bild: Keystone/dpa/Patrick Pleul

    Die Lösung des Bundes sei EU-kompatibel und baue auf einer Open-Source-Lösung auf, das heisst, dass er Quellcode für das System öffentlich einsehbar sein werde, teilt der Bund mit. Ende Juni soll es verfügbar sein, wie es in einer Mitteilung heisst. Das BAG hat in den letzten Wochen zwei technische Lösungen für die Umsetzung geprüft. In einer ersten Phase waren 52 Projekte eingereicht worden.

  • 11.35 Uhr
    Eawag spürt Coronavirus im Abwasser auf
    Die Jagd nach Coronaviren im Abwasser

    Die Jagd nach Coronaviren im Abwasser

    Das Wasserforschungsinstitut Eawag untersucht das Abwasser aus sechs Kläranlagen auf das Coronavirus. Das Forschungsprojekt wurde mit Unterstützung des Bundesamts für Gesundheit auf sechs Standorte in der ganzen Schweiz erweitert. Das Monitoring läuft vorerst noch bis im Juli 2021. Das Forschungsinstitut Eawag hofft auf eine Projektverlängerung.

    07.05.2021

  • 11.10 Uhr
    Deutschland ändert Regeln für Geimpfte und Genesene
    Wie Deutschland Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene lockert

    Wie Deutschland Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene lockert

    Immer mehr Menschen in Deutschland sind gegen Corona geimpft. Für sie gibt es im Alltag künftig deutlich weniger Regeln. Die Masken aber werden auch Geimpfte und von Corona Genesene so schnell nicht los.

    07.05.2021

  • 11 Uhr
    Fast ein Drittel der Deutschen erstgeimpft

    In Deutschland haben 31,5 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das teilte der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn mit Verweis auf das Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) mit. Den vollen Impfschutz erhielten bislang 8,8 Prozent der Bevölkerung.

    Am Donnerstag wurden 932'495 Impfungen gemeldet. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am Mittwoch vergangener Woche mit 1'116'608 Impfungen erreicht worden. Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang knapp 33,6 Millionen Dosen, davon etwas mehr als 26,2 Millionen bei Erstimpfungen und weitere fast 7,4 Millionen bei Zweitimpfungen.

    In Deutschland können sich Impfwillige in ihrer Arztpraxis künftig auch ohne Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. 

  • 10.45 Uhr
    414'188 Neuinfektionen in Indien

    Täglich werden es Tausende mehr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Indien ist in 24 Stunden mit 414'188 auf einen neuerlichen Rekord für einen 24-Stunden-Zeitraum gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag stieg die Gesamtzahl der bestätigten Coronavirus-Fälle seit Beginn der Pandemie auf über 21,4 Millionen.

    Die Zahl der täglichen Todesfälle blieb den zehnten Tag in Folge über 3000: Am Freitag waren es 3915. Seit Beginn der Pandemie starben nach amtlichen Angaben 234'083 Menschen mit dem Virus. Experten sagen, die tatsächlichen Zahlen seien noch viel höher.

    Medizinische Hilfsgueter des Bundes werden fuer den Versand an das Indische Rote Kreuz vorbereitet, am Mittwoch, 5. Mai 2021, in einer Lagerhalle in Wabern bei Bern. Indiens Gesundheitswesen ist wegen des rasanten Anstiegs von Corona-Faellen ueberlastet. (KEYSTONE/Adrian Reusser)
    Medizinische Hilfsgüter des Bundes werden am 5. Mai 2021 in einer Lagerhalle in Wabern bei Bern für den Versand an das Indische Rote Kreuz vorbereitet. 
    KEYSTONE

    Im April hatten fast ein Dutzend der 28 indischen Unionsstaaten Corona-Restriktionen gelockert. Premierminister Narendra Modi hatte die Bekämpfung der Pandemie den einzelnen Staatsregierungen überlassen, deren Gesundheitswesen allerdings unzureichend für eine Pandemie ausgestattet ist.

  • 10.45 Uhr
    Lockdown in Indien gefordert

    Angesichts der dramatisch steigenden Zahlen fordern Opposition, höchste Richter und Gesundheitsexperten einen völligen Lockdown auf dem Subkontinent mit 1,4 Milliarden Menschen wie im März 2020. Oppositionsführer Rahul Gandhi wiederholte in einem am Freitag veröffentlichten Brief an Modi seine Forderung nach einem harten Lockdown.

    Die Regierung sollte die Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen hintanstellen und Finanz- und Lebensmittelhilfen für die Armen bereitstellen. Sonst drohten «noch tragischere Konsequenzen für unser Volk». Der Präsident der Stiftung für Öffentliche Gesundheit in Indien, Srinath Reddy, sagte, dass es in indischen Einzelstaaten unterschiedliche Corona-Lagen gebe.

    Newly arranged beds lie inside a COVID-19 treatment center set up for emergencies in the wake of spike in the numbers of positive coronavirus cases in Mumbai, India, Thursday, May 6, 2021. Infections in India hit another grim daily record on Thursday as demand for medical oxygen jumped seven-fold and the government denied reports that it was slow in distributing life-saving supplies from abroad. (AP Photo/Rajanish Kakade)
    Ein neu eingerichtetes Notfall-Corona-Zentrum in Mumbai am 6. Mai.
    KEYSTONE

    Dennoch sei nun statt eines föderalen Flickenteppichs eine «koordinierte landesweite Strategie» nötig. Entscheidungen müssten auf Basis örtlicher Gegebenheiten getroffen werden, aber eng von der Bundesregierung koordiniert werden – «wie ein Orchester, das vom selben Notenblatt, aber mit verschiedenen Instrumenten spielt».

    Der medizinische Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, sagte, Indien müsste vermutlich in einen zwei- bis vierwöchigen Lockdown gehen, um die Infektionswelle einzudämmen. Dem indischen Fernsehsender CNN News 18 sagte Fauci, in Indien zirkulierten mindestens zwei Coronavirus-Varianten.

    Die zuerst in Grossbritannien festgestellte Variante B117 sei überwiegend auf Neu-Delhi konzentriert und die Variante 617 im am härtesten betroffenen Unionsland Maharashtra. Beide seien ansteckender als der zuerst in China vor einem Jahr aufgetretene Wuhan-Stamm.

  • 10.25 Uhr
    USA schon mit über 250 Millionen «shots»

    Seit Beginn der Corona-Impfkampagne in den USA Mitte Dezember sind bereits mehr als 250 Millionen Impfungen verabreicht worden. Rund 57 Prozent aller Erwachsenen bekamen bislang mindestens eine Impfdosis, 42 Prozent sind bereits vollständig geimpft, wie Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC zeigten. In der Gruppe der über 65-Jährigen sind demnach bereits 70 Prozent abschliessend geimpft.

    Insgesamt wurden bislang 252 Millionen Dosen verabreicht, wie das CDC berichtete. In den Vereinigten Staaten ist neben den Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer, bei denen je zwei Dosen gespritzt werden, auch der Impfstoff von Johnson & Johnson im Einsatz. Dieser entfaltet bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung.

    Am Höhepunkt der Impfkampagne in den USA wurden täglich mehr als drei Millionen Menschen geimpft. Inzwischen verlangsamt sich das Tempo wegen nachlassender Nachfrage vielerorts etwas. Nach den CDC-Daten bekamen bislang knapp 149 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis, 109 Millionen Menschen sind bereits vollständig geimpft.

  • 10.10 Uhr
    Zürich: Impf-Termin mit Wartezeit

    In Zürich können sich neu alle über 16 Jahren für die Impfung registrieren lassen. Das Angebot konnte der Nachfrage jedoch offenbar nicht standhalten: Die Server waren zwischenzeitlich überlastet, eine Terminbuchung war wegen des grossen Ansturm nur mit Geduld möglich. Jetzt geht die Anmeldung allerdings wieder flott.

  • 9.45 Uhr
    Kapo Aargau warnt Demonstrationswillige

    Die Kantonspolizei Aargau hat an Demonstrationswillige appelliert, am Samstag nicht nach Aarau oder Wettingen zu reisen. Obwohl die Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen im Aargau nicht bewilligt sind, wird auf sozialen Medien zur Teilnahme aufgerufen.

    Man beobachte die Lage und werde mit einem grösseren Aufgebot vor Ort sein, teilte die Kantonspolizei am Freitag mit. Mitarbeitende des Polizeikonkordates Nordwestschweiz würden den Einsatz unterstützen. Wer an einer unbewilligten Demonstration teilnehme, mache sich strafbar, schrieb die Polizei. Und wer keine Maske trage, gefährde nicht nur sich selbst, sondern auch Dritte.

    Demonstrationsteilnehmer, am Samstag, 24. April 2021, in Rapperswil. Der Verein ?Stiller Protest? hatte zu einer Kundgebung gegen Coronamassnahmen aufgerufen. Die Bewilligung wurde nicht erteilt, trotzdem werden Demonstranten erwartet. Die Polizei ist vor Ort. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
    Teilnehmer einer unbewilligten Demonstration am Samstag, 24. April 2021, in Rapperswil.
    KEYSTONE

    Die Bevölkerung werde gebeten, am Samstag auf Besuche in Aarau und Wettingen zu verzichten. «So können Sie uns unterstützen, unseren Auftrag zu erfüllen.» Gesuche für Demonstrationen in Aarau und Wettingen hatte das «Aktionsbündnis Aargau-Zürich für eine vernünftige Corona-Politik» eingereicht. Für Wettingen hatte der Aargauer Regierungsrat Ende April das Gesuch abgelehnt, wie zuvor der Gemeinderat des Aargauer Ortes. In Aarau verbot der Stadtrat eine Kundgebung.

    Das Aktionsbündnis teilte diese Woche mit, es verzichte aufgrund der fehlenden Bewilligung auf die Durchführung einer Kundgebung in Aarau oder Wettingen. Man distanziere sich von der Organisation einer nicht bewilligten Demonstration. Gleichzeitig schrieb das Aktionsbündnis aber, man habe keinen Einfluss auf die Reaktion von mündigen Bürgerinnen und Bürgern auf das Verbot einer direktdemokratischen politischen Veranstaltung.

  • 9.15 Uhr
    Online-Petition gegen Olympische Spiele in Tokio

    Eine Online-Petition in Japan mit der Forderung nach einer Absage der Olympischen Spiele in Tokio ist innerhalb von zwei Tagen von mehr als 200'000 Menschen unterzeichnet worden. Die unter anderem an Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Kommitees (IOC), gerichtete Petition zählte am Freitag bereits mehr als 207'000 Unterschriften.

    Sie wurde vom japanischen Anwalt Kenji Utsunomiya initiiert und trägt den Titel «Sagen Sie die Olympischen Spiele in Tokio ab, um unser Leben zu schützen». Derweil soll der Corona-Notstand für Tokio bis zum Ende des Monats verlängert werden. Um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Sommer auszurichten, werde «eine grosse Anzahl medizinischer Fachkräfte, wertvolle Ressourcen wie medizinische Einrichtungen und medizinische Geräte und andere Ressourcen» benötigt, heisst es in der Petition anklagend.

    People take part in a protest against the holding of the 2020 Olympic Games in Tokyo under the state of nuclear emergency, front of the Olympic rings of the International Olympic Committee (IOC), at the Olympic House, in Lausanne, Switzerland, February, Wednesday 26, 2020. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
    Auch in der Schweiz gibt es Protest gegen die Spiele in Tokio – hier eine Demonstration in Lausanne am 26. Februar 2020.
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    Das Gesundheitssystem ist schon jetzt belastet. Wiederholt starben Menschen zu Hause, während sie auf freie Krankenhausbetten warteten. Nach Angaben der Organisatoren werden 10'000 medizinische Mitarbeiter für die Olympischen Spiele benötigt. Sie forderten zuletzt zudem den freiwilligen Einsatz von 500 zusätzlichen Krankenschwestern und 200 Sport-Ärzten, was für öffentliche Empörung sorgte.

    Zudem wird die Regierung von Ministerpräsident Yoshihide Suga für den erstaunlich langsamen Impfprozess kritisiert. Bisher sind lediglich zwei Prozent der japanischen Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft worden.

  • 9 Uhr
    Swissmedic erlaubt neuen Antigen-Schnelltest

    Ab dem 10. Mai steht in den Schweizer Apotheken ein neuer Antigen-Selbsttest zur Anwendung als Selbsttest zur Verfügung. Laut Angaben des Herstellers BD vom Freitag hat das Heilmittelinstitut Swissmedic die entsprechende Zulassung erteilt.

    Becton, Dickinson and Company (BD) habe die Ausnahmebewilligung für den Marktzugang ihres Antigen-Sars-Cov-2-Schnelltests erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Angewendet werde er als Selbsttest. Er liefere Personen mit und ohne Symptome innerhalb einer Viertelstunde ein Echtzeitergebnis.

    Der Bundesrat hatte am 12. März entschieden, den Einsatz von Selbsttests für das Screening von asymptomatischen Personen zu ermöglichen. Der nun zugelassene Test sei vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) am 27. April auf seiner Webseite gelistet worden und werde den Apotheken ab der Woche vom 10. Mai zur Verfügung stehen, hiess es in der Mitteilung von BD.

    BD ist laut eigenen Angaben eines der weltweit führenden Medizintechnologie-Unternehmen. Es beschäftigt rund 70'000 Mitarbeitende. Seinen Hauptsitz hat das weltweit tätige Unternehmen in Franklin Lakes im US-Bundesstaat New Jersey.

  • 8.45 Uhr
    New York will Touristen impfen

    New York City will schon bald auch Touristen gegen das Coronavirus impfen. Dafür könnten mobile Impfteams zum Beispiel auf dem Times Square und vor anderen Sehenswürdigkeiten bereitgestellt werden, erklärte Bürgermeister Bill de Blasio. Die Stadt hoffte, für ihre Pläne schon am Wochenende eine Genehmigung vom Gesundheitsamt des Staates New York zu bekommen.

    A statue of playwright and performer George M. Cohan stands in New York's Times Square in front of billboards for Broadway shows, Thursday, May 6, 2021. Gov. Andrew Cuomo has announced that Broadway theaters can reopen Sept. 14, 2021. (AP Photo/Mark Lennihan)
    Touristen willkommen: Eine Statue von George M. Cohan an New Yorks Times Square.
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    De Blasio bezeichnete das Vorhaben als positive Botschaft an Touristen: «Kommt her. Es ist sicher, es ist ein grossartiger Ort und wir werden uns um euch kümmern.» Verpflichtend soll die Impfung für einen Besuch in der Stadt aber nicht sein, wie der demokratische Bürgermeister erklärte. Die Stadt habe auch keine Pläne, den Impfstatus von Touristen zu prüfen.

    Als mögliche Orte für Impfteams nannte de Blasio noch den Central Park, den Brooklyn Bridge Park und den Park High Line. Besucher würden den Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten, der mit einer Dosis auskommt.

  • 8.30 Uhr
    Jetzt auch Impftermine für über 16-Jährige in Zürich

    Der Kanton Zürich hat am Freitag Impftermine für alle Personen ab 16 Jahren freigeschaltet. Bis Mitte Juni stehen rund 180'000 Termine in Impfzentren und Apotheken für die Corona-Impfung zur Verfügung.

    Termine sind für Ende Mai und die erste Junihälfte buchbar, wie die kantonale Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. Weitere Impftermine werden freigegeben, sobald die Impfstofflieferungen zuverlässig eintreffen.

  • 8 Uhr
    Schweiz weltweit bei Sequenzierung weit vorn

    Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) steht in Zusammenarbeit mit den Labors vor der Einführung eines neuen Tests, mit dem die indische Variante des Coronavirus rasch erkannt werden soll.

    Ein solcher Test werde bald vorliegen, sagte Fosca Gattoni, Leiterin der Corona-Test-Arbeitsgruppe beim BAG, in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung. Die Schweiz nehme das Thema sehr ernst. Sie sei eines der Länder, die am meisten positive Testergebnisse sequenziere, um neue Mutationen zu entdecken.

    Eingestellt habe der Bund jene Tests, die die britische Variante des Virus beträfen. Diese Variante habe inzwischen die ursprüngliche Variante verdrängt und sei in der Schweiz nicht mehr dominant. Sie sei so stark vorherrschend, dass ein spezifisches Contact Tracing auf diese Variante hin nicht mehr sinnvoll sei.

    Der Forscher Melle Holwerda zieht in der Personenschleuse zum Biosicherheitslabor im Zentrum für Translationale Medizin und Unternehmertum in Bern (sitem-insel) einen Schutzanzug an, am Dienstag, 4. Mai 2021. Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms
    Die Personenschleuse zum Biosicherheitslabor im Zentrum für Translationale Medizin und Unternehmertum in Bern am 4. Mai 2021.
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    «Wir sequenzieren wöchentlich 2000 Proben, um nachverfolgen zu können, wie das Virus fortschreitet», sagte Gattoni weiter. Das sei ausreichend, um ein aussagekräftiges Gesamtbild zu erhalten. Die Schweiz stehe bei der Sequenzierung weltweit an fünfter Stelle. Es gelinge ihr, 10 Prozent der positiven Proben zu sequenzieren.

    Gattoni äusserte sich ferner zu den Massentests auf das Coronavirus. Solche Massentests seien für viele Kantone eine grosse Herausforderung. Die Materialien müssten in die Schule und die Betriebe kommen. Es müsse mit den Labors koordiniert werden. Und noch am selben Tag müssten die Resultate bekannt sein.

    Seit letzter Woche seien die Kantone angewiesen, dem Bund Massentests zu melden. In zwei oder drei Wochen würden diese Resultate regelmässig öffentlich publiziert. Die Kosten für die Test-Strategie – PCR-Tests, Massentests, Schnelltests und Selbsttests plus Umsetzungsaufwand – lägen bei 2 Milliarden Franken.

  • 7.30 Uhr
    Über 6,9 Millionen Menschen an Corona gestorben

    Laut einer neuen Kalkulation sind weltweit 6,9 Millionen Menschen an Covid-19 gestorben und damit mehr als doppelt so viele wie offiziell angegeben. Dr. Christopher Murray, Institutsdirektor an der medizinischen Fakultät der University of Washington, gab die Schätzung bekannt.

    Forschern der Universität zufolge starben in den USA mehr als 905'000 an der Krankheit wohingegen die Zählung der Regierung bei 575'000 liegt. Am stärksten gibt Russland die Opferzahl zu niedrig an: Die Forscher errechneten, dass es dort mehr als fünfmal so viele Corona-Tote gab wie die offiziell vermeldeten 109'000.

    In Indien liege die Zahl fast dreimal so hoch wie die offiziell angegebenen 221'000, teilten sie mit. Die Schätzungen der Universität beruhen auf einem Abgleich der Sterblichkeitsentwicklungen vor der Pandemie mit den Zahlen derer, die während der Pandemie aus jedwedem genannten Grund starben.

  • 7 Uhr
    Schweiz ist gegen Patentschutz-Freigabe

    Die Schweiz ist weiterhin der Ansicht, dass die Aufhebung des Patentschutzes bei Impfstoffen im Kampf gegen die Pandemie nicht die richtige Lösung ist. Sie werde aber «den neuen Vorschlag» aus Washington evaluieren.

    Die Ankündigung der USA sei «bedeutsam», teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Laut Seco werde diese vorübergehende Aussetzung aber keinen «fairen, bezahlbaren und schnellen» Zugang zu Impfstoffen und anderen Technologien gegen die Pandemie garantieren.

    Wirtschaftsminister Guy Parmelin verteidigte am Donnerstagabend den Patentschutz. Dieser sei notwendig für die Innovation – dafür, dass neue Ideen entwickelt und neue Entwicklungen gemacht werden könnten, sagte er in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens SRF. Die Patente seien wichtig, damit die Wissenschaftler Lösungen finden können.

    Bundespraesident Guy Parmelin spricht an einer Medienkonferenz, am Mittwoch, 28. April 2021, in Bern.(KEYSTONE/Peter Schneider)
    Guy Parmelin an einer Medienkonferenz am 28. April 2021 in Bern.
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    Der Entscheid könnte gar zu Problemen bei künftigen Pandemien führen, befürchtet zudem Felix Addor, Stellvertretender Direktor des Instituts für Geistiges Eigentum. Vor allem die privaten Akteure werden sich dann nämlich vielleicht überlegen, was ihr Beitrag in Zukunft sein solle, wenn die Regeln während des Rennens einfach ausser Kraft gesetzt würden, sagte er in der «Tagesschau».

    Die Schweiz sei davon überzeugt, dass es keine einfache Lösung gebe, da es so viele Komponenten zu berücksichtigen gebe und eine Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren erforderlich sei. Botschafter Didier Chambovey, Leiter der Ständigen Mission der Schweiz bei der Welthandelsorganisation (WTO), erklärte zudem erneut, dass die Pharmaunternehmen nicht in ihrem Innovationsstreben entmutigt werden sollten.

    Nichtregierungsorganisationen kritisieren die Schweizer Position zum Patentschutz. Zudem haben über 8000 Menschen in den letzten Tagen eine Online-Petition unterschrieben, in der die Regierung aufgefordert wird, die Haltung zu ändern.

  • Island verfügt Quarantänehotel für Reisende

    Auf Island sind am Freitag neue Regeln für die Einreise in Kraft getreten. Gemäss dem neuen System werden die Kriterien geändert, inwieweit Länder als Hochrisikogebiete betrachtet werden: Neben der 14-Tages-Inzidenz schauen die Isländer nun auch darauf, wie hoch der prozentuale Anteil an positiven Corona-Tests an der gesamten Testmenge ist.

    Die Schweiz sowie fast 150 weitere Länder und Gebiete gelten laut Auflistung der isländischen Regierung ab jetzt als Hochrisikogebiete. Für Island-Urlauber ohne Corona-Impfung oder überstandene Infektion bedeutet das, dass für sie Quarantäne in einer dafür vorgesehenen Einrichtung wie einem Quarantänehotel vorgeschrieben ist.

    Wie Reisende aus 129 anderen Staaten sowie von den spanischen Inseln können sie aber eine Ausnahme davon beantragen. Darin müssen sie vor Reiseantritt hinreichend aufzeigen, dass sie auch in einer von ihnen gewählten Bleibe alle Quarantäneregeln erfüllen werden.

  • 5.20 Uhr
    Frankreich blockiert EU-Bestellung bei Biontech/Pfizer

    Frankreich blockiert laut einem Zeitungsbericht eine Bestellung der EU-Kommission von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen der Hersteller Biontech/Pfizer – offenbar wegen Eigeninteressen.

    Die Mitgliedsstaaten befürchteten nun, die EU könne mit ihrer Bestellung zu spät kommen und einen Teil des Kontingents verlieren, berichtete deutsche Tageszeitung «Welt» unter Berufung auf EU-Diplomaten.

    «Das wäre eine Katastrophe, für die Frankreich verantwortlich wäre», zitierte das Blatt einen Diplomaten. Über die Motive der Regierung in Paris werde spekuliert. Offenbar gehe es darum, Produktionskapazitäten für den Biontech-Impfstoff nach Frankreich zu holen und heimische Unternehmen stärker in die Fertigung einzubinden.

  • 4 Uhr
    Italiens kleine Inseln ohne Corona

    Vor der nahenden Ferienzeit will Italien die Bevölkerung seiner kleinen Mittelmeerinseln coronafrei bekommen. Ab Freitag sollen Massenimpfungen gegen Covid-19 auf Capraia, südwestlich der toskanischen Stadt Livorno, und den Äolischen Inseln, nordwestlich der sizilianischen Stadt Messina, beginnen, wie aus dem Plan des ausserordentlichen Kommissars für den Corona-Notfall hervorgeht. Insgesamt will die Regierung Menschen auf etwa dreissig dieser kleineren Inseln impfen.

    Wie auf Capraia, wo nur etwa 330 Menschen leben, sind die Bewohnerzahlen vieler dieser Inseln und auch die örtlichen Gesundheitseinrichtungen klein. Ausserdem sind die oft beliebten Urlaubsziele schwer zu erreichen. Ziel ist es deshalb, möglichst wenige Impfstoff-Lieferungen dorthin unternehmen zu müssen, wie der Corona-Kommissar weiter mitteilte. Unterstützt werden die Einsätze vom Militär und der Zivilschutzbehörde.

    Grössere Inseln wie Capri sind bereits weiter in der Impfkampagne. Dort sind nach Berichten der Nachrichtenagentur Ansa beinahe 80 Prozent der über 16-Jährigen immunisiert. Um die Impfung für alle Altersgruppen auf Inseln wie Capri oder Ischia hatte es zuvor immer wieder Streit gegeben. Urlaubsgegenden auf dem Festland sahen sich mit Blick auf den Tourismus benachteiligt, wenn die Inseln vor ihnen als coronafrei gelten würden.

    Italien peilt den 2. Juni für den offiziellen Start der Sommersaison an. Wie genau die Regelungen für Einreisende, auch für Geimpfte, im Juni aussehen werden, ist noch nicht ganz klar. Grundsätzlich ist Urlaub in Italien möglich, aber bei der Einreise fordert das Land weiterhin eine Quarantäne von fünf Tagen. Zusätzlich gilt eine mehrfache Testpflicht – mit PCR-Test oder einem Antigen-Schnelltest vor und nach der Einreise. Diese Reglung läuft bis Mitte Mai.