Opfer von Brandkatastrophe sind Asylsuchende

SDA

27.11.2018 - 10:48

Der Brand zerstörte das Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses vollständig.
Source: Keystone/ALEXANDRA WEY

Einen Tag nach dem Brand mit sechs Toten in der Stadt Solothurn ist die Identifizierung der Opfer abgeschlossen. Mitglieder zweier Familien aus Eritrea und Äthiopien kamen dabei ums Leben.

In der vom Brand betroffenen Liegenschaft habe der Kanton zwei Stockwerke für die Unterbringung von Asylsuchenden angemietet, sagte der Solothurner Stadtpräsident Kurt Fluri der «Solothurner Zeitung».

Laut Fluri waren neun Personen dort angemeldet. Zur Brandzeit hielten sich aber 20 Personen im Gebäude auf, wie die Solothurner Kantonspolizei schon am Montag mitgeteilt hatte.



Unsachgemässer Umgang mit einer Zigarette führte gemäss Polizei zum Brand im Mehrfamilienhaus. Eine Person wurde festgenommen.

Die Stadt Solothurn plant eine Gedenkfeier für die Opfer. Bei den Verstorbenen handelt es sich um vier erwachsene Personen im Alter zwischen 27 und 33 Jahren, ein Kleinkind sowie um ein Kind im Schulalter. Dies teilte die Kantonspolizei Solothurn am Dienstag mit.

Alle Verstorbenen sind Angehörige einer vier- beziehungsweise fünfköpfigen Familie und stammen ursprünglich aus Eritrea und Äthiopien.

Drei weitere Kinder, welche ebenfalls zu den beiden betroffenen Familien gehören, befinden sich nach wie vor in einem Spital. Zwei davon sind schwer und eines mittelschwer verletzt. Nähere Angaben zu den Opfern will die Polizei aus Rücksicht auf die Angehörigen nicht geben.

Der verheerende Brand entstand in einem unteren Stockwerk und entwickelte starken Rauch. Dieser breitete sich im ganzen Gebäude aus. Der Brand zerstörte das Erdgeschoss komplett.

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