Drama um Sportlerin Profi-Triathletin angefahren, entführt und mit dem Tod bedroht

uri

25.7.2019

Die Triathletin Nathalie Birli wurde entführt. 
Die Triathletin Nathalie Birli wurde entführt. 
Bild: Screenhshot Instagram nathi_birli

Entführungsdrama um die österreichische Triathletin Nathalie Birli: Die 27-Jährige wird beim Training von einem Auto angefahren, anschliessend in ein abgelegenes Haus verschleppt und von ihrem Peiniger mit dem Tod bedroht.

Die österreichische Profisportlerin Nathalie Birli ist entführt worden, wie die 27-Jährige auf ihrer Facebook-Seite bestätigte. Das Onlineportal «oe 24» hatte zuvor von dem Fall berichtet. Demnach hatte Birlis Lebensgefährte bereits am Dienstagabend gegen 21 Uhr die Polizei verständigt, weil seine Partnerin nicht von einer Trainingseinheit auf dem Velo zurückgekommen war.

Die Sportlerin, die eigentlich nur ein einstündiges Training auf der Strasse absolvieren wollte, erlebte unterdessen ein Martyrium. Wie «oe 24» schreibt, wurde Birli gegen 17 Uhr von einem Autofahrer bei Graz absichtlich angefahren. Daraufhin habe der 33-Jährige auf die Athletin eingeschlagen, ihr dabei den Arm gebrochen, sie dann mit Isolierband gefesselt und in sein Fahrzeug gezerrt. Anschliessend habe er Birli in sein abgelegenes Haus gebracht. Dort soll der Mann mit dem Messer herumgefuchtelt und ihr Alkohol eingeflösst haben. Auch drohte er ihr an, sie in der Badewanne zu ertränken, wie Birli der Polizei sagte.

Die Entführte habe den Mann nach mehreren Stunden schliesslich davon überzeugen können, sie wieder freizulassen. Er habe sie dann sogar mitsamt ihrem Rennrad nach Hause gefahren. Mithilfe des Computers am Velo konnte die Polizei daraufhin den Tatort ermitteln und den 33-Jährigen festnehmen. Laut «oe 24» sei er polizeibekannt, allerdings noch nicht durch Gewalttaten aufgefallen. Ein Ermittler habe ihn als «psychisch krank» bezeichnet.

Birli, Ironman-Staffelsiegerin von 2016, trainiert nach der Geburt ihres Kindes, um wieder den Anschluss an die Weltspitze zu finden. Noch aus dem Spital schrieb sie auf Facebook: «Tausend Dank an alle, die mich gestern gesucht haben. Ihr hättet mich nicht finden können. Ich wurde angefahren, zusammengeschlagen, gefesselt und in ein kleines Haus abseits der Strasse gebracht – wie in einem schlechten Film. Gottseidank konnte ich mich befreien und bin bis auf einen gebrochenen Arm und eine Kopfverletzung wohlauf.»

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