Luna

«Retortenbaby» Luna ist eigentlich schon ein Teenager

jfk

6.4.2018

Nachdem fünf Versuche zur künstlichen Befruchtung gescheitert waren, entschied sich ein englisches Paar für die «Adoption» eines Embryos. Die Mutter trug die Frucht aus, die 14 Jahre zuvor eingefroren wurde. 

Heute sind Lunas Eltern Nancy und Chris Weiss beide 43 Jahre alt. Als sie vor zweieinhalb Jahren versuchten, ein Kind zu zeugen, hatten sie also die günstigste Zeit dafür überschritten. Sechs Monate lang probierte es das Paar aus Atlanta, Georgia, USA vergeblich mit natürlicher Empfängnis, dann unternahmen sie fünf Versuche der künstlichen Befruchtung. Auch diese scheiterten.

Als letzte realistische Chance, zu eigenem Nachwuchs zu gelangen, machten sie schliesslich von der Methode der sogenannten Embryo-Adoption Gebrauch. Dabei wird in der Regel ein Embryo, der bei der künstlichen Befruchtung eines fremden Paares übrig blieb, aus der Eisstarre geholt und in den Uterus der Empfängermutter eingesetzt. Die Erfolgsquote liegt bei etwa 50 Prozent.

Nancy wurde tatsächlich schwanger und brachte im Dezember letzten Jahres per Kaiserschnitt eine Tochter zur Welt. Sie wusste natürlich, dass sie mit dem Kind genetisch nicht verwandt ist, war aber doch etwas schockiert, als sie erfuhr, wann ihr Nachwuchs im Reagenzglas befruchtet und eingefroren worden war.

Wie man auf den Fotos sieht, tut das der Liebe und dem Glück der Mittvierziger-Eltern keinen Abbruch. Ob es sich bei der kleinen Luna nun eigentlich um eine 14-jährige Teenagerin oder ein wenige Monate altes Baby handelt, ist sie ganz offensichtlich höchst willkommen.

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