Roche-Tochter erhält Zulassung für Ronapreve als Corona-Prophylaxe

mk

5.11.2021 - 09:43

Die japanische Roche-Tochter Chugai hat von der japanischen Gesundheitsbehörde für den Corona-Cocktail Ronapreve die Zulassung zu einer weiteren Indikation erhalten. Das Mittel kann nun als Prophylaxe vor einer Ansteckung eingesetzt werden. (Archivbild)
Keystone

Die japanische Roche-Tochter Chugai hat von der japanischen Gesundheitsbehörde für den Corona-Cocktail Ronapreve die Zulassung zu einer weiteren Indikation erhalten. Das Mittel kann nun als Prophylaxe vor einer Ansteckung eingesetzt werden.

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5.11.2021 - 09:43

Zudem ist es neu auch für die Behandlung von asymptomatischen Corona-Patienten zugelassen. Die Zulassung sei von der japanischen Gesundheitsbehörde MHLW in einem Notfallprozedere erteilt worden, gab Chugai am Freitag bekannt.

So könne Ronapreve auch an ungeimpfte oder unzureichend durch die Impfung vor Corona geschützte Personen verabreicht werden, die entweder in engem Kontakt mit Infizierten standen oder positiv getestet wurden, aber selber keine Symptome haben. Die Patienten müssten dabei allerdings ein hohes Erkrankungsrisiko aufweisen, heisst es weiter.

Zudem darf der monoklonale Corona-Antikörper Ronapreve neu auch unter die Haut gespritzt werden. Bislang war die intravenöse Verabreichung erlaubt.

Novum in Japan

Dank dem Entscheid in Japan sei Ronapreve die erste Antikörpertherapie, die zur Kontrolle der Pandemievorbeugung eingesetzt werden könne, erklärte Chugai-Chef Osamu Okuda in der Mitteilung. Die Impfung bleibe aber der wichtigste Schutz vor der Krankheit, betonte er.

Doch nun biete Ronapreve auch jenen Menschen Schutz, die sich nicht impfen lassen könnten oder die wegen Erkrankungen oder anderer Behandlungen schlecht auf die Impfung ansprächen.

Roche hat die Covid-19-Therapie Ronapreve (Casirivimab und Imdevimab) zusammen mit dem US-Partner Regeneron entwickelt. Der Cocktail ist in Japan zur Verwendung bei verschiedenen Patientengruppen und unter Auflagen auch in Grossbritannien bereits zugelassen.

In zahlreichen Ländern wie den USA, Indien oder Kanada darf die Therapie per Notfallzulassung eingesetzt werden. Zuletzt hat auch die EU-Gesundheitsbehörde EMA ein Prüfverfahren zu Ronapreve gestartet.

mk