Schlangen halten Österreich in Atem

DOA/sda/phi

9.7.2021

HANDOUT - Eine Albino-Netzpython schwimmt im Wasser einer Toilette. Beim morgendlichen Toilettengang ist ein Österreicher von einer Schlange gebissen worden. Foto: Unbekannt/LPD STMK/APA/dpa Foto: Unbekannt/LPD STMK/APA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
Servus! Eine Albino-Netzpython schwimmt im Wasser einer Toilette in Österreich.
Unbekannt/LPD STMK/APA/dpa

Nachdem am Montag ein Österreicher auf dem Klo von einer Schlange in den Hoden gebissen wurde, wurde nun erneut ein Reptil im WC gesichtet.  Nahe Linz wurde ein Schlangenhalter gar von seinem Tier getötet.

DOA/sda/phi

9.7.2021

In Österreich ist ein 23 Jahre alter Reptilienfreund von seiner Giftschlange getötet worden. Die Polizei bestätigte am Freitag einen Bericht der «Kronen Zeitung».

Demnach wollte der junge Mann in seiner Wohnung in Enns bei Linz eine Hornviper füttern. Als er sich kurz wegdrehte, habe die Viper zugeschnappt und ihn in den Handrücken gebissen. Seine Lebensgefährtin und ein Besucher, die sich zu diesem Zeitpunkt in einem Nebenzimmer aufhielten, alarmierten den Notarzt und sperrten die Schlange wieder ins Terrarium.

Der 23-Jährige kam ins Krankenhaus, wo ihn die Ärzte aber nicht retten konnten. Der Mann habe für die Schlange keine Genehmigung gehabt, sagte eine Polizeisprecherin. Erlaubterweise hatte er in seiner Wohnung zwei Tigerpythons. Die Behörden liessen die Reptilien abholen.

Zwei Mal Schlange im Klo

Es ist der zweite ernste Zwischenfall mit einer Schlange, nachdem ein Österreicher am 5. Juli von einer Schlange in den Hoden gebissen wurde.  Als er sich auf die gesetzt hatte, habe der 65-Jährige ein Zwicken im Bereich der Genitalien gespürt, berichtete die Polizei am Montag.

Der Blick ins Klo zeigte ihm einen 1,6 Meter langen Albino-Netzpython. Das Reptil war aus der Wohnung des Nachbarn entwischt und auf noch unklarem Weg – möglicherweise über die Kanalisation – in die Toilette gelangt.

Ein alarmierter Reptilien-Experte barg die Schlange, reinigte sie und übergab sie an den 24-jährigen Besitzer, der in seiner Wohnung in Graz insgesamt elf ungiftige Würgeschlangen hält. Der 65-Jährige erlitt lediglich leichte Verletzungen. Der Reptilienfreund wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung angezeigt.

Wenige Tage darauf wurde erneut ein Reptil in einer Toilette entdeckt: Eine 68-Jährige in Wien sichtete den etwa einen Meter langen Python in ihrer Toilette, wie die Behörden heute berichteten. Den alarmierten Polizisten zeigte sie ein Foto der Schlange. Experten einer städtischen Behörde fingen das Reptil später ein. Woher das Tier stammt, ist unklar.