Schneechaos in Deutschland

Hunderte harren nachts auf Autobahn aus

dpa/jka

9.2.2021 - 10:09

Der Winter hat Teile Deutschlands fest im Griff und sorgt für kilometerlange Staus auf den Autobahnen. Auch auf den Schienen kommt es zu Verspätungen und zahlreichen Zugausfällen. 

Starke Schneefälle haben in der Nacht zum Dienstag erneut für Chaos auf vielen Autobahnen in Deutschland gesorgt.  Auf der A2 bei Bielefeld verbrachten Fahrer und Mitfahrende die ganze Nacht auf der Strasse und mussten bei klirrender Kälte zum Teil mehr als 16 Stunden lang in ihren Autos ausharren.

Zwischenzeitlich bildete sich dort ein 37 Kilometer langer Rückstau, der sich bis nach Niedersachsen zog – auf beiden Fahrtrichtungen zusammen waren es sogar mehr als 70 Kilometer. «Die Gesamtlage ist schwierig, wir sind am Rotieren», sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei am frühen Dienstagmorgen.

Die Autobahn wurde in beiden Fahrtrichtungen gesperrt, nachdem Lastwagen schon am Montagmittag wegen des Schnees stecken geblieben waren. «Es wird aber noch sehr lange dauern, bis sich das Knäuel aufgelöst hat», sagte eine Sprecherin der Leitstelle NRW. Trotz einer Umleitung hatte sich der Stau in den frühen Morgenstunden kaum verkürzt.

Auch Fernverkehr betroffen

Auch bei der Deutschen Bahn kam es am Dienstagmorgen wegen des Winterwetters zu Verspätungen und Zugausfällen. Zwar arbeiteten Einsatzkräfte mit Hochdruck daran, insbesondere die Hauptstrecken von Schnee und Eis zu befreien. Vielerorts erschwerten starke Schneefälle, Schneeverwehungen und Frost aber die Arbeiten, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Besonders betroffen seien im Fernverkehr die Verkehrsknoten Dortmund, Hannover, Kassel, Erfurt und Halle/Leipzig. Auf mehreren Strecken fahren keine Fernzüge, etwa zwischen Hannover und Köln, von Hamburg in Richtung München, Dortmund, Köln, Kiel, Lübeck und Westerland sowie von Dresden in Richtung Leipzig, Frankfurt, Hannover und Köln. Fahrgäste können ihre nicht genutzten Fernverkehrsfahrkarten für Fahrten von 6. bis 9. Februar noch sieben Tage nach Störungsende nutzen oder kostenfrei stornieren.

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dpa/jka