US-Waffengewalt

Mann erschiesst in Kalifornien sieben Menschen

dpa

24.1.2023 - 08:32

Sieben Tote bei weiterer Schiesserei in Kalifornien

Sieben Tote bei weiterer Schiesserei in Kalifornien

In den erste 21 Tagen des neuen Jahres hat es in den USA der Organisation Gun Violence Archive zufolge bereits 38 Schiessereien mit Todesopfern gegeben bei denen jeweils mehr als vier Menschen getötet wurden.

24.01.2023

Zum zweiten Mal in kürzester Zeit sterben mehrere Menschen bei einem Gewaltverbrechen in Kalifornien. Auch von andernorts in den USA reissen die Meldungen über tödliche Schüsse nicht ab.

dpa

24.1.2023 - 08:32

Im US-Bundesstaat Kalifornien sind erneut mehrere Menschen Opfer tödlicher Schusswaffengewalt geworden: Diesmal hat es eine ländliche Gemeinde im Norden des Westküstenstaates getroffen. An zwei Tatorten in Half Moon Bay kamen am Montag sieben Menschen ums Leben. Eine weitere Person wurde lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei am Montagabend (Ortszeit) mitteilte.

Der mutmassliche Schütze, ein 67-jähriger Mann, sei festgenommen worden, sagte Sheriff Christina Corpus bei einer Pressekonferenz. Das Motiv für das Verbrechen sei nicht bekannt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann allein handelte.

Beamte des San Mateo County Sheriffs und Mitarbeiter des Rettungsdienstes versammeln sich entlang einer Strasse in der Nähe des Ortes, an dem mehrere Menschen erschossen aufgefunden wurden.
Beamte des San Mateo County Sheriffs und Mitarbeiter des Rettungsdienstes versammeln sich entlang einer Strasse in der Nähe des Ortes, an dem mehrere Menschen erschossen aufgefunden wurden.
Bild: dpa

Schüsse in Landwirtschaftsbetrieb

Die Tat ereignete sich in einer landwirtschaftlichen Region südlich von San Francisco. Der Mann habe Schüsse unter anderem in einem Landwirtschaftsbetrieb abgegeben, hiess es. An einem Tatort hätten sie vier Tote und ein schwer verletztes Schussopfer gefunden, sagte Corpus. In der Nähe, in einem weiteren Betrieb, seien drei Menschen durch Schüsse getötet worden.

Der Tatverdächtige sei später in seinem Fahrzeug zu einer Polizeiwache gefahren und auf dem Parkplatz in Gewahrsam genommen worden. Die Ermittler glauben, dass der Mann in einem der Betriebe arbeitete. Bei den Opfern würde es sich vermutlich um andere Landarbeiter handeln, hiess es.

«Tragödie über Tragödie»

Der kalifornische Gouverneur, Gavin Newsom, drückte am Montag seine Betroffenheit aus. «Tragödie über Tragödie», schrieb der Demokrat auf Twitter. Er habe am Montag gerade Verletzte von dem Vorfall in Monterey Park im Spital getroffen, als er über die nächste Schiesserei in Half Moon Bay informiert worden sei, so der Politiker. Newsom setzt sich schon lange für schärfere Waffengesetze ein.

Waffengewalt und tödliche Angriffe dieser Grössenordnung gehören in den USA zur traurigen Normalität. Erst am Wochenende hatte ein Schütze am Rande einer Feier zum chinesischen Neujahrsfest in Südkalifornien in einer Tanzhalle das Feuer eröffnet. Zehn Menschen starben an dem Tatort in Monterey Park, ein weiteres Opfer erlag am Montag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Der mutmassliche Täter, ein 72-jähriger Mann, war am Sonntag leblos in seinem Lieferwagen gefunden worden. Er habe sich das Leben genommen, als eine Sondereinheit der Polizei seinen Wagen umstellte, hiess es.

Im Bundesstaat Iowa im Mittleren Westen der USA kamen derweil bei Schüssen in einem Zentrum für Jugendliche zwei Menschen ums Leben. Die Opfer waren laut Polizei 16 und 18 Jahre alt. Der angebliche Täter ist ein 18-Jähriger.

dpa