SRF sieht keine Manipulationsgefahr bei Umfragen

misc, sda

16.11.2021 - 19:49

Sicht auf das SRF Studio an der Schwarztorstrasse, am Mittwoch, 30. Mai 2018, in Bern. Der SRG Verwaltungsrat prueft derzeit einen Umzug des Radiostudios nach Zuerich. (KEYSTONE/Peter Schneider)
SRF hat per sofort alle eigenen User-Votings zu politischen Themen gestoppt.
Symbolbild: Keystone

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hat Vorwürfe in Bezug auf die repräsentativen Umfragen zur Abstimmung vom 28. November zurückgewiesen. Diese seien nicht manipulierbar. Nicht-repräsentative User-Votings zu politischen Themen führt SRF vorerst aber keine mehr durch.

misc, sda

16.11.2021 - 19:49

Die repräsentativen Umfragen basierten hauptsächlich auf telefonischen Befragungen, wurde Lukas Golder, Co-Leiter des Forschungsinstituts GFS Bern, in einer Mitteilung vom Dienstag zitiert. GFS Bern führt die Trendumfragen im Auftrag der SRG durch.

Die ergänzende Online-Umfrage sichere die Ergebnisse lediglich ab, so Golder. Die entsprechenden Daten würden wissenschaftlich ausgewertet, so dass Unregelmässigkeiten erkannt würden: «Es ist nicht möglich, unsere Umfrageresultate zu manipulieren».

SRF verzichtet auf nicht-repräsentative Umfragen

In einem Bericht auf der Internet-Plattform «Inside Paradeplatz» vom Dienstag hatte ein Autor Methoden aufgezeigt, wie es angeblich möglich sei, Online-Umfragen zu manipulieren.

Der Autor bezog sich dabei auch auf sogenannte User-Votings. Das sind Umfragen auf Websites, die keinen Anspruch auf Repräsentativität und Wissenschaftlichkeit erheben. Auf solche Votings verzichte SRF ab sofort, sagte dazu Alexander Sautter, Leiter Digitale Kanäle bei SRF. Man prüfe, ob und wie man solche Votings künftig einsetzen wolle.

Im Artikel auf «Inside Paradeplatz» wird auch das Medienhaus Tamedia kritisiert. Auch die Verantwortlichen für dessen Abstimmungsumfragen betonten, man verfüge über wirksame Kontrollmechanismen, um sich vor Manipulationsversuchen zu schützen.

misc, sda