Prozess/GerichtStrafmilderung für Schmidheiny im Asbest-Berufungsfall in Turin
tl
16.2.2023 - 14:16
Ein ehemaliger Angestellter im Eternit-Werk von Casale Monferrato demonstriert in der Ortschaft im norditalienischen Piemont und fordert Gerechtigkeit. (Archivaufnahme vom November 2014)
Keystone
Im Eternit-Prozess in Italien kommt Stephan Schmidheiny mit einer Strafmilderung davon. Das Berufungsgericht in Turin reduzierte die Strafe auf ein Jahr und acht Monate wegen des Todes eines Arbeiters in einer Fabrik. Schmidheinys Verteidigung will Berufung einlegen.
Keystone-SDA, tl
16.02.2023, 14:16
16.02.2023, 14:52
SDA
Der Schweizer Industrielle war im Mai in 2019 Turin erstinstanzlich der fahrlässigen Tötung von zwei Personen schuldig gesprochen und zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Laut der Anklage stehen die beiden Todesfälle im Zusammenhang mit einer von der Eternit S.p.A. in der Ortschaft Cavagnolo betriebenen Asbestzement-Fabrik, die 1982 geschlossen worden war. Schmidheinys Verteidigung ging in Berufung.
Konkret wurde der Fall eines verstorbenen Angestellten des Unternehmens Eternit Italia S.p.A. und einer Anwohnerin verhandelt. Der Mann arbeitete in einer Fabrik in Cavagnolo bei Turin, die Frau wohnte in der Nähe. Der Mann starb an Asbestose, der von Asbest verursachten Staublungenkrankheit. Die Frau erlag einem Lungenkrebs.
Die Sprecherin von Schmidheiny sieht in einer Mitteilung den Turiner Gerichtsentscheid als «entscheidenden Freispruch» vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung der Anwohnerin der Eternit-Fabrik von Cavagnolo. Dennoch werde die Verteidigung Rekurs gegen die Verurteilung einlegen, hiess es in der Mitteilung vom Donnerstag. Man werde vor dem obersten italienischen Gericht für den vollumfänglichen Freispruch von Stephan Schmidheiny kämpfen.
Ein weiterer Prozess, der von 2009 bis 2014 dauerte, hatte mit einem Freispruch für Schmidheiny geendet. Und im Mai 2018 schliesslich wies das oberste Gericht Italiens, der Kassationsgerichtshof in Rom, den Vorwurf vorsätzlichen Handelns als rechtlich unhaltbar zurück. Die von Schmidheiny geleitete Gruppe Eternit SEG war von 1973 bis zur Pleite 1986 Grossaktionärin der Eternit Italia.
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Tumbler Ridge, 11.02.2026:
Schüsse an weiterführender Schule
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Polizei in Provinz British Columbia:
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Wahrscheinlich zwei Tatorte
Zunächst werden sieben Leichen in der Schule,
an einem zweiten Ort zwei weitere Tote gefunden
Polizei ermittelt auf Hochtouren
Über den Hintergrund der Tat und das mögliche
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Laut dem TV-Sender CBC kennt die Polizei die
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12.02.2026
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Oslo, 06.02.2026: Mette-Marit entschuldigt sich: Im Skandal um die Freundschaft von der Kronprinzessin mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wartet ganz Norwegen seit Tagen auf eine Reaktion der Königsfamilie.
Am Freitag ist es dann so weit – in Form einer schriftlichen Mitteilung:
«Es ist mir wichtig, mich bei allen zu entschuldigen, die ich enttäuscht habe», zitiert das Königshaus die Kronprinzessin darin. «Teile des Inhalts der Nachrichten zwischen Epstein und mir repräsentieren nicht den Menschen, der ich gerne sein möchte.»
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In E-Mails sollen sich die Kronprinzessin und der Sexualstraftäter über mehrere Jahre zu privaten Themen ausgetauscht haben – nachdem Epstein bereits zum ersten Mal verurteilt worden war und eine Haftstrafe abgesessen hatte. In den kürzlich veröffentlichten Akten zu dem Fall taucht ihr Name mehrere Hundert Male auf.
09.02.2026
Nach Zugunglück in Spanien: Viele Tote und Verletzte
Adamuz, 19.01.2026: Zugunglück im Süden Spaniens: Zahlreiche Tote und viele Verletzte. Nach dem schweren Eisenbahnunglück nahe Adamuz ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen.
Insgesamt 73 Menschen werden nach dem Zusammenstoss in Krankenhäusern in der andalusischen Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen, unter ihnen sollen auch Minderjährige sein.
Zahlreiche Fahrgäste sind noch über Stunden in den Zügen eingeschlossen.
Die Tragödie ereignet sich gegen 19.40 Uhr am Sonntag. Ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist mutmasslich mit Tempo 300 und gerät in das benachbarte Gleis. Dort kollidiert er mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug.
Rund 500 Passagiere sollen sich in beiden Zügen aufgehalten haben.
20.01.2026
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