Theresa May: Frauen brauchen bessere Karriere-Netzwerke

AP

18.2.2020 - 00:00

Die ehemalige britische Premierministerin Theresa May fordert Frauen in Politik und Wirtschaft auf, ihre beruflichen Netzwerke auszubauen.
Bild: Kamran Jebreili/AP/dpa

Die ehemalige britische Premierministerin Theresa May hat Frauen in Politik und Wirtschaft aufgefordert, ihre beruflichen Netzwerke auszubauen. Im Gegensatz zu Frauen machten Männer das häufig, «und sie nutzen Kontakte, um sich bei ihren Karrieren zu helfen», sagte May beim Weltfrauenforum in Dubai.

Die ehemalige britische Premierministerin Theresa May hat Frauen in Politik und Wirtschaft aufgefordert, ihre beruflichen Netzwerke auszubauen. Im Gegensatz zu Frauen machten Männer das häufig «und sie nutzen Kontakte, um sich bei ihren Karrieren zu helfen», sagte May am Montag auf dem Weltfrauenforum in Dubai. Frauen in Führungspositionen müssten sich aktiv gegenseitig unterstützen und Erfahrungen austauschen. Zu Beginn ihrer Karriere habe sie sich geschworen, nie zu denken, dass ihr Frausein sie zurückhalte. «Denk' nicht, dass du etwas nicht bekommst, weil du eine Frau bist», sagte sie an das überwiegend weibliche Publikum gewandt.

Als sie Ende der 1990er Jahre erstmals ins Unterhaus eingezogen sei, habe es dort eine «Jungsclub»-Kultur gegeben. Gemeinsam trinken und Zeit miteinander verbringen, darauf sei Wert gelegt worden. «Einige Frauen haben sich so gefühlt, als müssten sie mitmachen», sagte May. «Ich nicht. Ich war ich selbst, und hey, dann war ich Premierministerin.»

May erzählte, als Regierungschefin habe sie ab und an heikle Momente erlebt. Einmal sei sie mit der Luftwaffe zu einer Abendveranstaltung geflogen und habe sich umziehen müssen, aber es habe keine Umkleidekabine gegeben. Das Personal habe sie dann ins Cockpit zu zwei Piloten gelotst. «Ein Typ kommt mit, mit Klebeband und Laken, und er bindet es hinter den Piloten fest und sagt: ‹So, dahinter können Sie sich umziehen.›»



May wurde 2016 Grossbritanniens zweite Premierministerin nach Margaret Thatcher. Sie gab ihr Amt und den Vorsitz der Konservativen Partei im vergangenen Jahr nach Brexit-Streitigkeiten im Parlament ab.


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