Transhumanisten: Menschen auf dem Weg zum Cyborg

13.3.2018 - 14:51, tsch

Mit der Technik verschmelzen: Transhumanisten wie Mike Schaffner statten ihren Körper mit Chips und Magneten aus. Sie sehen sich dem Fortschritt verpflichtet. 

In der Philosophie ist Transhumanismus eine Verpflichtung zum Fortschritt. Die Idee dahinter: Die Menschen erweitern ihre physischen, psychischen und intellektuellen Fähigekiten durch den Einsatz von Technologie. In der Praxis ist das oft schmerzhaft.

Mike Schaffner etwa hat sich bereits drei Mikrochips unter die Haut operieren lassen. Damit kann er im Laden bezahlen und seine Haustür öffnen. In den Fingerkuppen trägt er Magnete, um elektromagnetische Wellen wahrnehmen zu können. In Zukunft will er auch den Reisepass und Patientendaten immer dabei haben.

Nicht seine erste OP: Mike Schaffner trägt bereits drei Mikrochips unter der Haut.
Screenshots sda

Sorgen um den Datenschutz machen sich Transhumanisten nicht. Ihr - durchaus nachvollziehbares - Argument: Die Menschen trügen das Smartphone ohnehin immer bei sich. Ob wichtige Daten nun in der Hosentasche stecken oder im Unterarm, sei egal.

Die Technik, davon ist der junge Mann überzeugt, wird bald soweit sein, dass man den Verstand downloaden kann. «Sterben ist Verschwendung», findet Mike Schaffner und hofft ein bisschen auf ewiges Leben durch Technologie.

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