Luftverkehr Swiss-Passagiere müssen künftig auch ab Zürich für ihren Snack zahlen

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17.11.2020 - 12:10

Die Swiss kürzt beim Essen für die Passagiere (Archivbild).
Die Swiss kürzt beim Essen für die Passagiere (Archivbild).
sda

Sandwich adé: Die Fluggesellschaft Swiss serviert ihren Kunden ab kommendem Frühling bei Kurz- und Mittelstreckenflügen ab Zürich in der Economyklasse keine kostenlosen Snacks und Getränke mehr.

Das Konzept Swiss Saveurs, das bei Flügen ab Genf bereits gang und gäbe ist, wird neu auch in Zürich eingeführt.

Der bisherige kostenfreie Standardsnack werde in Zukunft nicht mehr serviert, heisst es in einer Mitteilung der Swiss vom Dienstag. Stattdessen müssen hungrige Fluggäste in der Economy-Klasse künftig an Bord Snacks und Getränke kaufen. Einzig das typische Swiss-Schöggeli und eine Wasserflasche gibt es auch weiterhin kostenlos.

Das neue Verpflegungskonzept fokussiere auf frische Produkte und eine Auswahl an Snacks. Es erhalte in Genf gutes Feedback von den Passagieren, wird Tamur Goudarzi Pour, Kommerzchef der Swiss, in der Mitteilung zitiert. Das bisherige Verpflegungsangebot an Bord erfülle oftmals nicht mehr die Erwartungen der Fluggäste, die ihr Reiseerlebnis individueller gestalten wollten. Deshalb würde das Swiss Saveurs Angebot künftig auf Flüge ab Zürich ausgeweitet.

Mit dem neuen Konzept will die Airline laut der Mitteilung stärker auf Nachhaltigkeit setzen, indem sie auf die Nachfrage reagiere und dadurch weniger Lebensmittel entsorgen müsse. Zudem seien umweltfreundliche Produkte und Verpackungen ausgewählt worden und die Lebensmittel hätten einen regionalen Bezug, so die Swiss weiter.

Auch Lufthansa streicht kostenlose Verpflegung

Die Änderung bei der Bordverpflegung geschieht aber nicht nur bei der Swiss. Der ganze Lufthansa-Konzern streicht die kostenfreie Bordverpflegung, wie der Konzern am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Auch bei den Lufthansa und Austrian Airlines sollen anstelle von Sandwiches oder Schoko-Riegeln künftig höherwertige Produkte zum Kauf angeboten werden, die auf Basis der Kundenrückmeldungen entwickelt wurden, hiess es.

Bisher mussten nur die Passagiere der Konzern-Gesellschaften Brussels Airlines und Eurowings für ihr Essen und die Getränke an Bord bezahlen.

Bis zur Corona-Krise gab es auf den Europa-Flügen der Netz-Airlines standardmässig kostenfreie Getränke und je nach Flugdauer auch Snacks, Sandwiches oder kleine warme Gerichte. In der Pandemie hat Lufthansa das Angebot aus hygienischen Gründen stark reduziert. Auf Flügen bis zu zwei Stunden gibt es derzeit kein Speisenangebot und nur eine eingeschränkte Getränkeauswahl.

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