Die reichsten Schweizer wurden trotz Corona-Krise noch reicher

SDA/sob

27.11.2020 - 04:35

Magdalena Martullo-Blocher, Vizepraesidentin und Delegierte des Verwaltungsrates, mit Produkten von EMS-Chemie in den Haenden zum Thema ãFerien in der SchweizÒ, aufgenommen am Freitag, 10. Juli 2020, bei der Halbjahres Bilanz Medienkonferenz fuer Januar 2020 bis Juni 2020 der EMS-Chemie Holding AG im Buendnerischen Domat-Ems. Die EMS-Gruppe erzielte im 1. Halbjahr 2020 einen Nettoumsatz von 849 Millionen Franken und ein Betriebsergebnis von 229 Millionen Franken. Die Nettoliquiditaet stieg von 696 Millionen Franken auf 864 Millionen Franken. (KEYSTONE/Eddy Risch)
Magdalena Martullo-Blocher, Vizepräsidentin und Delegierte des Verwaltungsrates, mit Produkten von EMS-Chemie in den Händen zum Thema «Ferien in der Schweiz». Das familiäre Vermögen der Familie Blocher ist laut «Bilanz» innert Jahresfrist um rund 4 Milliarden Franken angewachsen. Dies vor allem, weil die Aktien der Ems-Chemie, kontrolliert von der Familie Blocher, einen eindrücklichen Wertzuwachs erfuhren. (Archivbild)
Keystone

Die Vermögen der 300 reichsten Personen in der Schweiz sind in diesem Jahr trotz Corona-Krise gewachsen. Den Spitzenplatz belegt erneut die Familie des verstorbenen Ikea-Gründers Ingvar Kamprad. Unter den fünf reichsten findet sich neu die Familie Blocher.

Während viele Menschen aufgrund von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit um ihr Gespartes bangen, haben die 300 Reichsten der Schweiz ihren Besitzstand im Corona-Jahr weiter ausgebaut. Konkret stiegen die Vermögen insgesamt um 5 Milliarden auf total 707 Milliarden Franken. Oder anders ausgedrückt: Würde das Vermögen der 300 Reichsten des Landes auf die Bevölkerung verteilt, erhielte jede Person 82'500 Franken bar auf die Hand, wie das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» am Donnerstag bekannt gab.

Das Plus falle mit von 0,7 Prozent im Vergleich zu früheren Jahren aber eher knapp aus. In den letzten zehn Jahren davor seien die Vermögen der 300 Reichsten zusammengenommen im Schnitt um jährlich 26 Milliarden Franken oder 5,8 Prozent angeschwollen.

Pro Kopf kommen die 300 reichsten Schweizer somit auf knapp 2,4 Milliarden Franken. Im Jahr 1989 waren es laut Bilanz gerade mal 660 Millionen. Das Durchschnittsvermögen der Vermögenden ist also um den Faktor 3,6 gewachsen. Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz pro Kopf im selben Zeitraum «nur» um den Faktor 2,7 gestiegen.

Besitzer von Ikea, Roche und Chanel an Spitze

Laut Bilanz kommen die zehn Reichsten unter den Reichen zusammen auf ein Besitztum von 220 Milliarden Franken. Ganz oben an der Spitze seit nunmehr 19 Jahren stehen die im Waadtland ansässigen Brüder Jonas, Peter und Mathias Kamprad, die seit dem Tod ihres Vaters und Ikea-Gründers Ingvar Kamprad den Konzern leiten und damit über ein Möbelimperium wachen, das mit rund 56 Milliarden Franken bewertet wird.

Gefolgt werden die Kamprad-Brüder vom Familienverbund Hoffmann und Oeri, der gemäss «Bilanz» mit der Beteiligung am Pharmakonzern Roche innert Jahresfrist 2 Milliarden an Wert zulegte und nun 29 bis 30 Milliarden Franken schwer ist. Den letzten Podestplatz sicherte sich Chanel-Grossaktionär Gérard Wertheimer mit 25 bis 26 Milliarden.

Blocher-Familie hat 4 Milliarden mehr

Neu in die Top five vorgestossen sind die Blochers. Das familiäre Vermögen ist laut «Bilanz» innert Jahresfrist um rund 4 Milliarden Franken angewachsen. Dies vor allem, weil die Aktien der Ems-Chemie, kontrolliert von der Familie Blocher, in diesem Jahr einen eindrücklichen Wertzuwachs erfuhren. Mit einem Vermögen von 15 bis 16 Milliarden belegen die Blochers Rang fünf unter den 300 Reichsten.

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