Aramco hofft auf Erlös von 24 Mrd. Dollar

17.11.2019 - 10:39, SDA

Besucher am Aramco-Stand während er internationalen Erdöl-Konferenz in Abu Dhabi vor einer Woche. (Archivbild)
Source: Keystone/EPA/ALI HAIDER

Der saudiarabische Ölgigant Aramco will bei seinem Börsengang mindestens 24 Milliarden Dollar erlösen. Das Unternehmen teilte am Sonntag in Riad mit, dass die Zeichnungsfrist bis zum 4. Dezember laufen soll.

Der Börsengang bezieht sich demnach auf 1,5 Prozent der Unternehmensanteile. Der Börsenwert des weltweit wertvollsten Unternehmens wird anlässlich des Börsengangs also auf gut 1,7 Billionen Dollar veranschlagt. Der saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman strebte ursprünglich einen Börsenwert von zwei Billionen Dollar an.

Die Preisspanne einer Aramco-Aktie soll zum Börsengang zwischen 30 und 32 Rial liegen (umgerechnet etwa 7,50 Euro). Die Zeichnungsfrist läuft ab sofort, die erste Börsennotierung ist für den 5. Dezember vorgesehen. Nach den aktuellen Werten reicht der Börsengang von Aramco knapp an den bislang grössten Börsengang aller Zeiten heran, den der chinesische Online-Handelsriese Alibaba 2014 mit 25 Milliarden Dollar erzielte.

Zehn Prozent Weltmarktanteil

Der Weltmarktanteil von Aramco im Erdölsektor liegt bei rund zehn Prozent. Kronprinz Salman verspricht sich von dem Börsengang den Einstieg in eine fundamentale Transformation der saudiarabischen Volkswirtschaft, die bislang fast ausschliesslich auf den Öleinnahmen aufgebaut ist. Die Einnahmen aus dem Börsengang sollen in neue Grossprojekte gelenkt werden, die neben dem Energiesektor entstehen sollen.

Ob der Börsengang erfolgreich ist, bleibt abzuwarten. Die saudiarabische Regierung stellte es für die Wohlhabenden des Landes als patriotische Pflicht dar, sich an dem Unternehmen zu beteiligen.

Ausländische Investoren werden im Blick behalten, wie sich der Energiesektor weltweit vor dem Hintergrund von Produktionsschwankungen und Klimawandel entwickelt. Ein Faktor der Unsicherheit ist auch die Rivalität zwischen den Regionalmächten Saudi-Arabien und Iran.

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