Gaspreise fallen in Europa

dpa

28.10.2021 - 18:18

Russlands Präsident Wladimir Putin während eines Treffens. Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen hat Putin ab Ende Oktober eine arbeitsfreie Woche in seinem Land angeordnet. Foto: Alexei Nikolsky/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Wladimir Putin hatte den Staatskonzern Gazprom angewiesen, mehr Gas in die Speichereinrichtungen des Konzerns in Deutschland und Österreich zu pumpen.
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Die Gaspreise in Europa sind am Donnerstag nach einer Anordnung für erhöhte Gaslieferungen aus Russland gesunken.

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28.10.2021 - 18:18

Die Gaspreise in Europa sind am Donnerstag nach einer Anordnung für erhöhte Gaslieferungen aus Russland gesunken. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den Staatskonzern Gazprom angewiesen, mehr Gas in die Speichereinrichtungen des Konzerns in Deutschland und Österreich zu pumpen, wenn die Gasspeicher in Russland zum 8. November befüllt sind.

Die Gaspreise waren in den vergangenen Wochen angesichts einer von der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Pandemie getriebenen starken Nachfrage in Asien und leeren Energiespeichern in Europa durch einen kalten Winter in die Höhe geschossen.



Während eines Telefonats am Mittwochabend forderte Putin Gazprom-Chef Alexej Miller auf, nach dem 8. November mit dem Befüllen der unternehmenseigenen Speicher in Österreich und Deutschland zu beginnen. Die Anweisung wirkte sich sofort auf die Gaspreise in Europa aus.

«Dies wird es ermöglichen, unsere vertraglichen Verpflichtungen auf eine zuverlässige, beständige und konsistente Weise zu erfüllen und unsere europäischen Partner im Herbst und Winter mit Gas zu versorgen», sagte Putin. Die Folge sei eine bessere Situation auf dem europäischen Energiemarkt im Allgemeinen. Die EU importiert mehr als 40 Prozent ihres Gasbedarfs aus Russland.

Gazprom ist zwar seinen Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen nachgekommen, hat jedoch bislang kein zusätzliches Gas an die EU verkauft. Einige europäische Politiker warfen Russland daraufhin vor, absichtlich Gas zurückzuhalten, um Druck mit Blick auf Genehmigungen für das kürzlich fertiggestellte Erdgaspipeline-Projekt Nord Stream 2 auszuüben.

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