Hunderte Schweine gekeult

dpa/tgab

5.10.2021 - 19:19

Des cochons dans une porcherie avant de la conference de presse pour l'inscription du Jambon de la Borne et du Boutefas au registre des AOP (appellation d'origine protegee) ce lundi, 7 juin 2021 a Salavaux. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)
Zwar gibt es noch keine Massenkeulungen, aber etwa 600 gesunde Schweine sind getötet worden, weil die Schlachthöfe aufgrund von Personalmangel überlastet sind.
Bild: KEYSTONE/Cyril Zingaro

Weil ein eklatanter Mangel an Schlachtern in Grossbritannien zu übervollen Schweineställen geführt hat, haben die ersten Bauern nun mit Keulungen begonnen. Der Fachkräftemangel ist eine direkte Folge des Brexits.

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5.10.2021 - 19:19

Etwa 600 gesunde Tiere, die man nicht habe zum Schlachthof bringen können, seien getötet worden, teilte der Schweinebauernverband National Pig Association am Dienstag mit. Zwar gebe es noch keine Massenkeulungen, aber die Massnahme zeige, dass die Krise Folgen habe. Der Verband hatte gewarnt, dass bis zu 120'000 Schweine gekeult werden müssten, falls nicht bald mehr Personal eingestellt werde.

Für viele Bauern sei es äusserst belastend, die Schweine grundlos zu töten, sagte der Sprecher. Viele holten sich Hilfe von ausserhalb.



In Grossbritannien fehlen in vielen Branchen Fachkräfte, auch in der Fleischverarbeitung. Das liegt auch an den Folgen des Brexits, da viele Arbeiter vor allem aus Osteuropa während der Corona-Pandemie das Land verlassen haben, neue strenge Immigrationsregeln nun aber die Einreise für Arbeitssuchende erschweren. Schlachthöfe können wegen der fehlenden Spezialisten den Schweinebauern nicht mehr genug Tiere abnehmen – deshalb wird auf den Farmen der Platz knapp. 

Die Regierung will nun unter anderem 5000 Lastwagenfahrer und 5500 Spezialisten für die Geflügelverarbeitung aus dem Ausland mit Sondervisa ins Land holen. Das reicht aber nach Schätzungen der Wirtschaft bei weitem nicht aus.

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