Preiserhöhung angekündigt ÖV dürfte bis 2030 deutlich teurer werden

sda/dmu

19.6.2024 - 11:46

In den nächsten sechs Jahren erwartet der Verband öffentlicher Medien einen nötigen Ausbau des Regional- und Ortsverkehrs.
In den nächsten sechs Jahren erwartet der Verband öffentlicher Medien einen nötigen Ausbau des Regional- und Ortsverkehrs.
Symbolbild: Keystone

Der Verband öffentlicher Verkehr rechnet bis 2030 im Regional- und Ortsverkehr mit Mehrkosten von 30 Prozent. Ein Grossteil davon soll die Kundschaft übernehmen.

sda/dmu

19.6.2024 - 11:46

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Bis 2030 rechnet der Verband öffentlicher Verkehr im Regional- und Ortsverkehr mit Mehrkosten von 30 Prozent.
  • Das würde eine deutliche Preiserhöhung für die Kundschaft bedeuten.
  • Grund ist ein nötiger Ausbau.

Eine wachsende Bevölkerung braucht mehr Regional- und Ortsverkehr. Deshalb rechnet der Verband öffentlicher Verkehr bis 2030 in diesem Bereich mit Mehrkosten von 30 Prozent. Obwohl die Kundschaft den Grossteil übernehmen wird, müssten die Besteller etwas beisteuern.

Trotz grosser Anstrengungen zur Effizienzsteigerung könnten die Verkehrsunternehmen ihre Kosten grösstenteils nicht beeinflussen, hiess es am Mittwoch an einer Medienkonferenz des Verbands öffentlicher Verkehr (VöV) in Bern. Darunter fallen etwa Personal- und Energiekosten sowie Investitionen in die Dekarbonisierung.

In einem Positionspapier hält der Verband fest, die über 1500 Linien von S-Bahnen, Bussen, Trams, Schiffen und Seilbahnen seien auf die Beiträge der öffentlichen Hand angewiesen. Die Besteller Bund und Kantone teilen sich die Kosten des öffentlichen regionalen Personen- und Ortsverkehrs hälftig mit der Kundschaft.

Umkämpftes Bundesbudget

Dem öffentlichen Verkehr würden grosse Anforderungen bevorstehen. Das Bevölkerungswachstum verlange ein grösseres Angebot. Radikale Sparmassnahmen oder ein Angebotsabbau seien vor diesem Hintergrund keine Lösung, hielt der VöV im Positionspapier als rote Linie fest. Ein Hinausschieben des Ausstiegs aus den fossilen Energien im öffentlichen Strassenverkehr lehne er entschieden ab.

Diese Faktoren müssten die im Verband organisierten Unternehmen des regionalen Personalverkehrs und Ortsverkehrs unter dem Druck eines zunehmend umkämpften Bundesbudgets bewältigen, hiess es weiter. Die Behörden aller Stufen würden beim öffentlichen Verkehr zu Recht einen Angebotsausbau planen. Bund, Kantone und Gemeinden seien entsprechend in der Pflicht, ihren Teil beizutragen.

sda/dmu