Personalmangel nach Massenkündigung Migros holt bereits entlassene Angestellte wieder zurück

zis

12.6.2024

Migros auf Verschlankungskurs: Rund 150 Mitarbeitende mussten ihren Posten räumen. (Archivbild)
Migros auf Verschlankungskurs: Rund 150 Mitarbeitende mussten ihren Posten räumen. (Archivbild)
sda

150 Mitarbeiter*innen der Migros mussten ihren Stuhl räumen. Nun werden Entlassene wieder zurückgeholt – weil Personal fehlt. 

zis

12.6.2024

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Rund 150 Stellen baut die Migros ab.
  • Einen Monat später mussten Entlassene wieder zurückgeholt werden.
  • Der Grund: Personalmangel.

Im Mai 2024 entliess die neu gegründete Migros Supermarkt AG abrupt zehn Prozent ihrer 1500 Angestellten. Keine vier Wochen später musste die Genossenschaft mehrere der Entlassenen notfallmässig zurückholen, da es an Personal mangelte. Diese Informationen stammen von «Inside Paradeplatz».

Die Migros Supermarkt AG, die ursprünglich die gesamte Migros modernisieren sollte, geriet laut dem Bericht nach Entlassungen selbst in Turbulenzen. Dies, weil Mitarbeiter fehlten. 

Migros-Sprecher Marcel Schlatter erklärt gegenüber «20 Minuten», die Entlassungen seien aus betrieblichen Gründen und nicht wegen schlechter Leistungen erfolgt. «Entsprechend ist es naheliegend, bei Vakanzen auf von Stellenabbau betroffene Kolleginnen und Kollegen zuzugehen.» Er bestätigte, dass es in mindestens einem Fall eine Rückkehr gegeben habe.

Laut Migros keine Doppelkosten

Die Entlassungswelle führte zu grosser Unsicherheit unter den Angestellten, viele blieben tagelang im Ungewissen. Vom Abbau betroffen waren auch Frauen im Mutterschaftsurlaub, die nach Ablauf der gesetzlichen Frist entlassen wurden

Laut «Inside Paradeplatz» brachte das Vorgehen der Migros Doppelkosten mit sich: Kosten für den Sozialplan und für den bisherigen Job. Dem sei jedoch nicht so, dementiert Migros-Sprecher Schlatter. Bei einer Anschlusslösung brauche es keinen Sozialplan.