Detailhandel Migros und Coop: So lange arbeiten die Mitarbeiter an Heiligabend

tsha

2.12.2019

In vielen Filialen des Detailhandels können Kunden auch an Heiligabend lange einkaufen (Archivbild).
In vielen Filialen des Detailhandels können Kunden auch an Heiligabend lange einkaufen (Archivbild).
Bild: Keystone

Von wegen besinnlich: Manche Detailhändler müssen an Heiligabend bis in den späten Abend arbeiten.

Für viele Schweizerinnen und Schweizer ist Heiligabend ein Tag wie jeder andere. Denn sie müssen arbeiten – oftmals bis spät in die Nacht. Betroffen sind Menschen, die in Krankenhäusern oder anderen Einrichtungen arbeiten, bei der Polizei, bei der Feuerwehr oder bei der Bahn. Schliesslich sind ihre Jobs wichtig – egal, zu welcher Tageszeit. Ausserdem ist der 24. Dezember in der Schweiz kein Feiertag. Auch im Detailhandel sind viele Angestellte von langen Arbeitsszeiten an Heiligabend betroffen, wie «20 Minuten» berichtet.

Die Nachrichtenseite listet einige Beispiele auf. So habe eine Migros-Filiale am Zürcher Flughafen auch an Heiligabend bis 23 Uhr geöffnet, ein Aldi in Lausanne gar bis Mitternacht. Die Regel sei das allerdings nicht. So würden die meisten Filialen der bekannten Detailhändller am Nachmittag oder frühen Abend schliessen, im Falle von Coop etwa zwischen 16 und 18 Uhr.

Arbeiten an Heiligabend «sehr beliebt»

Das Unternehmen gibt an, bei längerer Ladenöffnung an Heiligabend die Wünsche der Mitarbeiter zu berücksichtigen. Das sagte Coop-Sprecher Urs Meier gegenüber «20 Minuten». Im vergangenen Jahr hatte der Detailhändler es seinen Zürcher Filialen untersagt, erst um 20 Uhr zu schliessen. Die Migros gibt an, an Heiligabend vor allem Studenten einzusetzen, bei denen die Schichten «sehr beliebt» seien. Zudem werde darauf geachtet, dass die Mitarbeiter spätestens eine halbe Stunde nach Ladenschluss nach Hause gehen können, so Migros-Sprecherin Cristina Maurer Frank.

Nicht immer aber können die Detailhändler selbst entscheiden, wann sie an Heiligabend zusperren. Das betrifft vor allem Filialen, die in Einkaufszentren untergebracht sind und sich an die dortigen Öffnungszeiten richten müssen. 

Dass viele Läden an Heiligabend heute länger offen haben als noch vor einigen Jahren, hat laut Anne Rubin, Unia-Verantwortliche für den Detailhandel, einen ganz bestimmten Grund: Die Geschäfte hätten ihre Kunden daran gewöhnt, noch bis zur letzten Minute einkaufen zu können. «Man könnte es sich schon einrichten, Einkäufe früher zu tätigen – aber man muss es ja nicht mehr», so Rubin.

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