Kündigungswelle

Novartis streicht jede zehnte Stelle in der Schweiz

SDA, uri

28.6.2022

Blick auf die Gebaeude auf dem Novartis Campus in Basel am Mittwoch, 3. Juli 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Der Novartis Campus in Basel: Dieser Standort wird von den Stellenstreichungen besonders stark betroffen sein. (Archiv)
Bild: Keystone

Der Pharmakonzern Novartis will allein in der Schweiz 1'400 Jobs abbauen. Weltweit sollen es rund 8'000 der insgesamt fast 110'000 Stellen sein. 

SDA, uri

28.6.2022

Novartis hat seine Mitarbeitenden am Dienstag erstmals detailliert über anstehende Kündigungen informiert. Der Pharmariese entlässt in den nächsten drei Jahren in der Schweiz mehr als jeden zehnten Angestellten. Betroffen sind sämtliche Standorte, wobei Basel besonders stark betroffen ist.

Konkret fallen 1'400 von 11'600 Jobs hierzulande weg. Weltweit will der Pharmakonzern zudem 8'000 seiner insgesamt 108'000 Stellen streichen. Der Konzern bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht des «Tages-Anzeigers».

1 Milliarde Dollar einsparen

Der Konzern hatte Anfang April eine umfassende Restrukturierung angekündigt, mit der Novartis bis 2024 mindestens eine Milliarde Dollar einsparen und zu einer der Top-5-Pharmafirmen in den USA avancieren will. Kernstück ist die Zusammenlegung der bisher getrennten Sparten «Innovative Pharmaprodukte» und «Krebsmedikamente». Zudem richtet das Unternehmen einen neuen Geschäftsbereich für Strategie und Unternehmenswachstum ein.

Neben der Anpassung der betrieblichen Struktur vereinfacht Novartis auch seine globalen Funktionen im Finanz- und Personalwesen, im Rechtswesen und in der Kommunikation. Dadurch fallen gemäss dem Mediensprecher Stellen im gesamten Unternehmen weg. «Novartis kommt bei der Umsetzung dieser Veränderungen in der gesamten Organisation zügig voran und hat die Ernennung der meisten Führungsteams auf globaler Ebene bereits abgeschlossen», erklärte er.

Man sei sich der Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Mitarbeitenden bewusst und stelle sicher, dass alle Anforderungen hinsichtlich der Konsultation erfüllt würden, gegebenenfalls über Vertretungsgremien, sagte der Sprecher weiter.

In der Schweiz seien die formellen Konsultationen mit der Arbeitnehmervertretung auf Nicht-Management-Ebene und die Konsultationen mit dem Management der betroffenen Bereiche bereits im Gange.