Novartis will Sandoz abspalten

sob

15.11.2018

Die einstigen Konkurrenten Ciba-Geigy und Sandoz fusionieren 1996 zu Novartis. Die damaligen Kassenschlager mit jährlich je rund 1.5 Milliarden Franken Umsatz waren Voltaren (Ciba-Geigy) und Sandimmun (Sandoz).
Keystone/Michael Kupferschmidt

Der Basler Pharmariese Novartis will abspecken. Nach der Augenheilsparte Alcon plant der Basler Multi offenbar auch die Abspaltung und womöglich den Verkauf der Generikasparte Sandoz.

Das Novartis-Geschäft mit Nachahmer-Medikamenten (Generika) soll verselbstständigt und allenfalls verkauft werden. Diese Bombe liess Novartis-Chef Vas Narasimhan laut «Tages-Anzeiger» beim Lunch mit einer kleinen Investorenrunde platzen. Die Sparte für Nachahmermedikamente Sandoz solle binnen zwei Jahren eine eigenständige Einheit werden.

Derzeit treibt der Pharmariese die Abspaltung der Augenheilsparte Alcon voran. Das notwendige Formular dazu wurde bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, wie Novartis verkündete.

Kommt es zur Trennung von Sandoz, schliesst sich ein Kapitel Schweizer Industriegeschichte. Denn Novartis ist 1996 aus der Fusion der beiden Basler Firmen Ciba-Geigy und Sandoz entstanden.

Novartis dementiert die Gerüchte nicht: «Unser Ziel ist es, Sandoz in einen fokussierten und agilen globalen Marktführer für differenzierte, patentfreie Medikamente zu verwandeln.» Weiter: «Auf diese Weise werden wir weiterhin ein enges Alignment zur ­Novartis-Strategie sicherstellen, ein fokussiertes Arzneimittelunternehmen zu werden, das sich auf Bereiche mit echtem ­unerfülltem medizinischem Bedarf konzentriert, und zwar von Markt zu Markt.»

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