ImmobilienPreise für Einfamilienhäuser im Juli leicht gesunken
kw
3.8.2023 - 08:31
Der Traum vom Eigenheim wird rentabler: Einfamilienhäuser waren im Juli leicht günstiger. Die Preise für Wohnungen stiegen hingegen etwas an. (Archivbild)
Keystone
Die Preise für Einfamilienhäuser sind im Juli erneut leicht gesunken. Etwas höher budgetieren musste hingegen, wer eine Wohnung erwerben wollte. Und auch die Mieten sind gestiegen.
Keystone-SDA, kw
03.08.2023, 08:31
SDA
Gemäss einer Auswertung der Verkaufsinserate auf der Plattform ImmoScout24 sind die Preise für Einfamilienhäuser per Ende Juli im landesweiten Mittel um 0,5 Prozent gesunken. Der Angebotspreis liegt damit aktuell bei 7401 Franken pro Quadratmeter Wohnfläche, wie der am Donnerstag publizierte Swiss Real Estate Offer Index zeigt. Dieser wird der von der SMG Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben und publiziert.
Auch die längerfristige Entwicklung der Angebotspreise für Einfamilienhäuser spiegelt eine moderate Marktentspannung wider: Über die vergangenen zwölf Monate sind die inserierten Werte mit -0,4 Prozent rückläufig. Die Jahreswachstumsrate habe somit zum ersten Mal seit über drei Jahren in den negativen Bereich gedreht.
Anders als Einfamilienhäuser waren Eigentumswohnungen im Juli zu leicht höheren Preisen inseriert. Mit +0,4 Prozent falle der Anstieg jedoch gering aus, heisst es im Communiqué. Über die vergangenen zwölf Monate weist der Preistrend mit +1,9 Prozent hingegen klar nach oben. Mit durchschnittlich 8635 Franken liegt der aktuelle Quadratmeterpreis von Eigentumswohnungen ausserdem klar höher als bei Einfamilienhäusern.
Mieten legen im Juli erneut zu
Und für Mieter gibt es erneut keine guten Nachrichten. Bei den Mieten wurde der leichte Nachlass aus dem Vormonat nämlich bereits wieder wettgemacht. Wer aktuell eine Mietwohnung sucht, müsse mit 0,7 Prozent höheren Preisen rechnen, heisst es. In der Zwölf-Monats-Frist beträgt der Zuschlag 3,8 Prozent.
Je nach Region weicht die aktuelle Mietpreisentwicklung im Juli spürbar von der landesweiten Entwicklung ab. Stärker gestiegen sind die Werte im Tessin (+3,2 Prozent), in der Zentralschweiz (+1,7 Prozent) und in der Ostschweiz (+1,2 Prozent).
Im Mittelland (+0,8 Prozent) ist der Anstieg durchschnittlich, während im Grossraum Zürich (+0,4 Prozent), in der Nordwestschweiz (+0,3 Prozent) und in der Genferseeregion (+0,2 Prozent) verhaltene Zunahmen zu beobachten waren.
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
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STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
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