FinanzdienstleisterSchweizer Börse hofft 2024 auf bis zu 15 Neuzugänge
ys
7.12.2023 - 11:21
Trübes Jahr: Die Schweizer Börse SIX hofft auf ein besseres 2024. (Archivbild)
Keystone
Für die Schweizer Börse geht ein Jahr zu Ende mit sehr tiefen Handelsvolumen und einer totalen Flaute bei den Börsengängen. 2024 könnte besser werden.
Keystone-SDA, ys
07.12.2023, 11:21
SDA
Die Pipeline würde 15 Börsengänge (IPO) hergeben, sagte Christian Reuss, Head SIX Swiss Exchange, im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP. Er begründet dies mit dem Stau nach der Flaute in der vergangenen Zeit.
Denn bereits seit drei Jahren sei das Umfeld nicht ideal. Und vor dieser Flaute-Zeit hatte es für einige Jahre so in etwa im Schnitt fünf Börsengänge pro Jahr an der Schweizer Börse gegeben.
Am Primärmarkt wünsche man sich als Unternehmen normalerweise ein sehr stabiles Umfeld mit niedriger Volatilität und hohen Bewertungen, sagte Reuss. «Also sprich genau die Bedingungen, die wir seit drei Jahren nicht haben.» Das heisse aber nicht, dass niemand mehr Kapital aufnehmen wolle. Im Gegenteil: «Wir haben im Moment wahrscheinlich eine der stärksten Pipelines an potenziellen IPO-Kandidaten seit langem.»
Startschuss im H1?
Die Unternehmen würden bloss auf das richtige Umfeld warten. Er hoffe, dass dies im ersten Halbjahr 2024 bereits der Fall sein werde. «Alle warten auf einen IPO, der die Maschine wieder in Gang bringt.»
Derweil belasten auch die überdurchschnittlich tiefen Handelsvolumina. «Am Sekundärmarkt sind wir in diesem Jahr auf einem Zwölfjahrestief bei unseren Handelsvolumen», sagte Reuss. Das betreffe aber nicht nur die Schweiz, sondern ganz Europa.
«An Themen, die für Volatilität sorgen könnten, mangelt es eigentlich nicht», so Reuss. Geopolitisch und wirtschaftlich sei die Situation weltweit schwierig. Auch die Rückkehr der Zinsen sei eigentlich immer noch Thema.
Geringer Handel trotz Krisen
Aber auch die Reaktion an den Börsen auf die Entwicklung im Nahen Osten war relativ verhalten. «Wir haben sehr niedrige Volumen gesehen.»
An dem geringen Handel habe er zwar keine Freude, als Börse könne man das aber nicht beeinflussen. «Die Investoren entscheiden, ob sie viel oder wenig handeln wollen.»
Mit dem Marktanteil wiederum sei er «sehr zufrieden»: 65 bis 70 Prozent der Schweizer Blue Chips würden an der Schweizer Börse gehandelt, der Rest bei den Wettbewerbern. Das sei ein um etwa 5 bis 10 Prozentpunkte höherer Marktanteil als derjenige anderer europäischer Börsen.
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«This new world of great powers is being built on power, on strength, and when it comes to it, on force. It's not a cozy place»
Die Weltordnung, wie wir sie kannten, gerät ins Wanken. CDU-Chef Friedrich Merz zeichnet ein düsteres Bild der internationalen Lage –
und spricht am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von einer neuen Epoche der Machtpolitik.
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O-Ton Jerome Powell, Chef der US-Notenbank
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