Auch Schweizer Neuwagenmarkt ächzt unter der Chipkrise

sta

8.11.2021 - 18:17

Neuwagen stehen auf einem Güterzug am Güterbahnhof in Seelze (Niedersachsen). Im Januar wurden rund 31 Prozent weniger Autos zugelassen als noch im Vorjahresmonat.
Auch der Schweizer Neuwagenmarkt ist von der globalen Knappheit an Halbleitern betroffen.
Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbid)

Die globale Knappheit von Halbleitern hinterlässt Bremsspuren im Schweizer Neuwagenmarkt. Im laufenden Jahr rechnet das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK mit rund 235'000 Neuimmatrikulationen

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8.11.2021 - 18:17

Die globale Knappheit von Halbleitern hinterlässt Bremsspuren im Schweizer Neuwagenmarkt. Im laufenden Jahr rechnet das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK mit rund 235'000 Neuimmatrikulationen. Das wäre ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019.

Zum Vergleich: In den Jahren 2010 bis 2019 lag die Zahl der Neuzulassungen im Schnitt bei über 300'000 Personenwagen pro Jahr. Und auch 2022 dürfte das Vorkrisenniveau aufgrund von sich hinziehenden Lieferschwierigkeiten im Halbleitermarkt noch nicht wieder erreicht werden, teilte BAK Economics am Montag mit.



Gebrauchte werden knapper

Mit rund 261'000 Neuzulassungen rechnen die Basler zwar für 2022 wieder mit einer leichten Steigerung, bleiben aber vorsichtig: «Eine wesentliche Entspannung der Lieferknappheit ist erst Mitte 2022 zu erwarten, wenn durch die Fertigstellung der ersten zusätzlichen Halbleiter- und Chip-Fabriken eine Ausweitung der Kapazität erreicht wird», schreibt das BAK.

Ein Teil der potenziellen Käufer von Neuwagen dürfte sich zudem gemäss BAK aufgrund der langen Lieferzeiten eher auf dem Occasionsmarkt umsehen. Dies wiederum dürfte den Nachholeffekt im Neuwagenmarkt reduzieren. Und auch der Gebrauchtwagenmarkt leide: Er erweise sich zwar weiterhin als «wichtige Stütze» für das Autogewerbe, das Angebot werde aber zusehends dünner.

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