EinzelhandelSpielwarenmarkt im ersten Semester stabil
sta
23.7.2024 - 15:25
Lego, Plüschtiere und Autos: In der Schweiz wurde im ersten Halbjahr zwar weniger Spielzeug gekauft, aber dafür zu höheren Preisen.
Keystone
Der Umsatz im Schweizer Spielwarenmarkt hat sich im ersten Halbjahr auf Vorjahresniveau gehalten. Die Händler verkauften zwar weniger Spielwaren, setzten diese aber zu höheren Preisen ab, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag mitteilte.
Keystone-SDA, sta
23.07.2024, 15:25
SDA
So sei die Zahl der verkauften Spielwaren im Vergleich zum Vorhalbjahr zwar um 4,8 Prozent zurückgegangen. Der Gesamtumsatz blieb aber stabil, weil die Preise im Schnitt um 5 Prozent stiegen, wie die GfK schrieb.
Zu den Gewinnern zählte vor allem die Kategorie der Steckbausteine. Lego und Co. verbuchten ein Umsatzplus von 18,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auf den weiteren Plätzen folgen Jugendelektronik (+10 Prozent), Plüschtiere (+3,7 Prozent) und Fahrzeuge (+2,3 Prozent).
Zu den grossen Verlierern im ersten Halbjahr 2024 zählten laut GfK Sport- und Outdoorartikel (-13,9 Prozent), Actionfiguren (-10,5 Prozent) und Vorschulspielzeug (-7,5 Prozent). Aufgrund der anhaltend starken Niederschläge im bisherigen Jahresverlauf sei der Rückgang in der Kategorie Outdoor jedoch nicht überraschend.
Der von der GfK untersuchte Markt umfasst den Angaben zufolge 67 Prozent des gesamten Schweizer Spielwarenmarktes. Zum Panel gehören neben den drei grossen Playern Migros, Manor und Coop auch Spar, Globus, Interdiscount, Microspot, Media Markt, Galaxus, King Jouet, Brack und Fnac. Nicht enthalten sind Smyths Toys, Franz Carl Weber, respektive die Drogerie Müller, Otto's, Landi sowie Kioske und Tankstellenshops.
STORY: Das Münchener Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft herabgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,8 Prozent und 2027 um 1,1 Prozent wachsen, sagten die Münchner Forscher am Donnerstag voraus. Im September waren sie noch von 1,3 und 1,6 Prozent ausgegangen. Die deutsche Wirtschaft passe sich dem Strukturwandel nur langsam und kostspielig an, hiess es zur Begründung. Zusätzlich würden Unternehmen und Neugründungen durch bürokratische Hürden und eine veraltete Infrastruktur behindert. Auch die US-Handelspolitik belastet die deutsche Exportwirtschaft demnach weiter spürbar. Die geplanten staatlichen Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Verteidigung sowie weitere Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher wirken dem Ifo-Institut zufolge nur verzögert. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert von der Bundesregierung nun einen «Frühling der Reformen». O-Ton Clemens Fuest, Ifo-Präsident: «Ja, der Herbst der Reform hat leider in die falsche Richtung gesteuert. Was gemeint war, das waren ja Reformen, die das Wachstum stärken. Was wir bekommen haben, das sind überwiegend Reformen, die das Wachstum schwächen, zum Beispiel die Rentenreform, die einfach nur bedeutet, dass wir künftig höhere Steuern werden zahlen müssen. Das ist nicht der richtige Weg. Also, wir brauchen jetzt einen Frühling der Reformen, die in die richtige Richtung steuern.» Ansetzen sollte die Regierung bei Arbeitsmarkt, Investitionen und Bildung, so Fuest. Überflüssige Regulierung und Berichtspflichten müssten abgebaut werden. Helfen könne auch ein flexibleres Arbeitsmarktrecht. Für hochqualifizierte Arbeitskräfte sei ein weniger rigider Kündigungsschutz notwendig, damit neue Unternehmen auch mal Dinge ausprobieren und Leute einstellen könnten.
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STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
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