UBS schliesst einen Fünftel ihrer Filialen

SDA

12.1.2021 - 06:39

Die Grossbank UBS verkleinert ihr Filialnetz deutlich. (Archivbild)
Bild: Keystone

Der UBS-Schweiz-Chef Axel Lehmann bestätigt in einem Interview, dass die Schweizer Grossbank einen Fünftel ihrer Filialen schliesst. Vor allem kleinere Geschäftsstellen sind betroffen.

Die UBS leitet ein Sparprogramm in der Schweiz ein. Konkret sollen 44 der 240 Filialen geschlossen werden. UBS-Schweiz-Chef Axel Lehmann bestätigte in einem Interview in der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Dienstag entsprechende Medienberichte.

Es seien primär kleinere Geschäftsstellen, die geschlossen würden, sagte Lehmann. «Es ist wie bei einem Dorflädeli: Wenn es zu wenig Leute besuchen, weil die Kunden ihre Güter online bestellen oder in der grösseren Filiale einkaufen, werden Sie diesen Laden auch nicht aufrechterhalten können.» Bereits 2020 hatte die UBS 28 Filialen dichtgemacht.

Zu Entlassungen soll es jedoch im Moment nicht kommen: Die betroffenen Mitarbeitenden würden in enger Absprache mit der Arbeitnehmervertretung so weit wie möglich in anderen Geschäftsstellen und Bereichen eingesetzt, heisst in einer internen Mitteilung der Grossbank, die AWP vorliegt. Insgesamt seien rund 150 Mitarbeitende betroffen, führte ein Sprecher auf Anfrage aus.

Die Schliessungen sollen per Ende März vorgenommen werden und sind quer über die ganze Schweiz verteilt. Bereits am Montagabend hatten die CH-Media-Zeitungen über die geplanten neuerlichen Schliessungen berichtet. Die UBS wollte sich zu dem Zeitpunkt jedoch weder gegenüber CH Media noch der Nachrichtenagentur AWP dazu äussern.

Die zweite Schweizer Grossbank Credit Suisse hatte bereits im vergangenen Sommer die Schliessung von Filialen in der Schweiz angekündigt. Damals wurde mitgeteilt, dass nur noch 109 der 146 Standorte beibehalten würden.

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