Wachsende Nervosität setzt Schweizer Börse unter Druck

SDA/tgab

29.1.2021 - 18:31

An den weltweiten Finanzmärkten steigt die Nervosität unter Anlegern und es sinken die Kurse. Konjunktursorgen und die Angst vor Verwerfungen an den Börsen belasteten zum Monatsende auch den Handel mit Schweizer Aktien. (Symbolbild)
Bild: Keystone

An den Finanzmärkten rund um den Globus steigt die Nervosität unter Anlegern und das hat am Freitag auch die Aktienkurse in der Schweiz unter Druck gesetzt. Die in vielen Ländern nur schleppend anlaufenden Impfkampagnen im Kampf gegen Corona beunruhigen die Börsianer.

Gleichzeitig bringt der Fall des Videospielehändlers Gamestop US-Hedgefonds in Schieflage, was zusätzlich verunsichert. In den USA tobt ein Krieg zwischen Kleinanlegern und Hedgefonds. Das Thema könnte Händlern zufolge am Ende zu einer ernsthaften Bedrohung für das gesamte Finanzsystem werden. Denn die finanziellen Nöte der Hedgefonds seien nicht zu unterschätzen.



Hinzu kämen noch die Schwierigkeiten bei den Impfkampagnen, hiess es weiter. Die Meldung zur EU-Zulassung für den Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca hat an den Märkten am Freitagnachmittag kaum für Entspannung gesorgt.

Die Schweizer Börse geriet stark unter Druck und das Leitbarometer Swiss Market Index (SMI) schloss den Handel mit 2,4 Prozent auf 10'591 Punkten deutlich im Minus ab. Damit hat der SMI seine im bisherigen Jahresverlauf erzielten Gewinne zum Monatsende bereits wieder ausradiert. Rot sind die Kurstafeln auch an anderen Märkten: Der DAX in Frankfurt verlor 1,7 Prozent, der FTSE 100 in London 1,8 Prozent und in New York gibt der Dow Jones Index zur Stunde 1,5 Prozent ab.

Verlierer unter den grössten Schweizer Aktien

Bei den grössten Schweizer Aktien waren am Freitag fast nur Verlierer auszumachen. So verbilligten sich etwa Finanzwerte wie Zurich Insurance (-3,2%) und UBS (-3,1%) stark. Sie werden in der Regel von einer allgemeinen Börsenkrise besonders in Mitleidenschaft gezogen.

Aber auch die als defensiv und damit krisenfester geltenden Schwergewichte Roche (-3,1%), Novartis (-2,8%) und Nestlé (-2,6%) brachen ein. Einer der wenigen Gewinnern war die Swatch Group (+2,5%). Beim Uhrenkonzern hätten optimistische Aussagen zu den Geschäftsaussichten Auftrieb gegeben, hiess es.

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