Archäologen finden 900 Jahre alten Goldschatz in Brunnen

4.12.2018 - 14:09, SDA

Israelische Archäologen haben in der Küstenstadt Caesarea ein Bronzegefäss mit einem rund 900 Jahre alten Goldohrring sowie Goldmünzen  gefunden.
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Insgesamt befanden sich 24 Münzen in dem Gefäss. Sie datieren auf das Ende des 11. Jahrhunderts.
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Der Goldohrring aus dem Versteck: Offenbar hatte eine Person die Wertgegenstände in einem Brunnen verborgen, als die Kreuzfahrer die Stadt im Mai 1101 eroberten. 
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Weil sich Caesarea zuvor einem Übergabeersuchen widersetzt hatte, plünderten die Kreuzfahrer die Stadt und verübten ein Massaker an den Einwohnern, dem nur wenige entgingen. Auch der Besitzer des Schatzes kam offensichtlich nie wieder zurück, um ihn abzuholen.
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Bei sechs der entdeckten Münzen handelt es sich um sehr seltene kaiserlich-byzantinische Goldmünzen.
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Nach Meinung von Experten dürften die Münzen auf eine mögliche Geschäftsbeziehungen zwischen Caesarea und Konstantinopel verweisen.
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Der kleine Goldschatz ist ein stiller Zeuge von einem der dramatischsten Ereignisse in der Geschichte Caesareas.
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In Caesarea haben israelische Archäologen einen Schatz entdeckt. Ein Goldohrring und verschiedene Münzen verweisen auf die Zeit der Kreuzfahrer.

Israelische Archäologen haben ein Bronzegefäss mit einem mutmasslich rund 900 Jahre alten Goldohrring sowie Goldmünzen in der Küstenstadt Caesarea gefunden. Es handele sich um einen «seltenen und wichtigen Schatz», teilte die israelische Altertumsbehörde am Montag mit.

Die Münzen datierten auf das Ende des 11. Jahrhunderts. Dadurch sei es möglich, eine Verbindung zwischen dem Fund und der Eroberung der Stadt durch die Kreuzfahrer im Jahr 1101 zu ziehen. «Jemand hat sein Vermögen versteckt, in der Hoffnung es wiederzufinden, kam aber niemals zurück», hiess es in einer Mitteilung.



Der Schatz habe sich zwischen zwei Steinen in einem Brunnen befunden. «Das Versteck ist ein stilles Zeugnis von einem der dramatischsten Ereignisse in der Geschichte Caesareas – der gewaltsamen Eroberung der Stadt durch die Kreuzfahrer.»

Sechs der gefundenen 24 Münzen seien extrem seltene kaiserlich-byzantinische Goldmünzen gewesen. Fünf davon seien mit einer Einbuchtung versehen und gehörten zu der Herrschaft des byzantinischen Kaisers Michael VII. Dukas (1071 bis 1079). «Diese Münzen wurden nicht lokal verwendet, und sie verweisen auf Kontakte, mögliche Geschäftsbeziehungen zwischen Caesarea und Konstantinopel zu dieser Zeit», sagte Robert Kool, Münzenexperte der Altertumsbehörde.

Caesarea ist eine der wichtigsten historischen Stätten Israels. Sie liegt zwischen Tel Aviv und Haifa. Der römische König Herodes errichtete dort einen der grössten Seehäfen des römischen Reichs. Die Metropole Caesarea – benannt zu Ehren der römischen Kaiser – war damals ein international bedeutendes Handelszentrum.

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