Schweizer Start-Ups wollen von Kühen Methan-Emissionen reduzieren

toko

11.5.2019

Kühe produzieren täglich rund 500 Liter klimaschädliches Methan. Einige Schweizer Unternehmen wollen diese Emissionen nun reduzieren. 
Bild: Keystone/Gaetan Bally (Symbolbild)

Einige Schweizer Unternehmen versuchen, die Methan-Emissionen von Kühen durch Zusatzstoffe in Futtermitteln zu reduzieren – denn die Wiederkäuer sind grosse Klimasünder.

Sie gehören fest zur Schweiz-Idylle: Weidende Kühe. Allerdings sind die Wiederkäuer grosse Klimasünder: Rund 500 Liter Methan stossen sie täglich aus. Damit sind sie für den Löwenanteil der Treibhausemissionen aus der Schweizer Landwirtschaft verantwortlich.

Wie swissinfo.ch berichtet, versuchen einige Schweizer Unternehmen derzeit, dieses Problem zu lösen, indem sie die Methan-Emissionen der rülpsenden Kühe durch Zusatzstoffe in Futtermitteln reduzieren.

Ein Produkt etwa soll Ende des Jahres auf den Markt kommen und wird aus Zitrusfrüchten und Knoblauch gewonnen. Um bis zu 30 Prozent soll es die Emissionen reduzieren, erklärt der Hersteller.

Ein weiterer Zusatzstoff wird aus Nelken- und Koriandersamen hergestellt. In erster Linie soll es die Effizienz in der Milchproduktion erhöhen – und damit zugleich die Methan-Emissionen reduzieren.

Ob Zusatzstoffe in Futtermitteln allerdings die Lösung darstellen, ist unklar. Daniel Bretscher vom Eidgenössischen Kompetenzzentrum für landwirtschaftsliche Forschung jedenfalls ist skeptisch. Man könne die Nebenwirkungen nicht absehen, schliesslich greife man in einen Prozess ein, der sich über Jahrtausende entwickelt habe.

Bretscher empfiehlt eine andere Methode: Die «Reduzierung von tierischen Lebensmitteln in unserer Ernährung».


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