Ab Januar 2025 Flüchtlingsunterkunft für 175 Menschen auf dem Campus Twannberg BE

mafr, sda

21.6.2024 - 18:41

Geflüchtete Menschen erhalten ab Januar 2025 Platz auf dem Campus Twannberg BE. 
Geflüchtete Menschen erhalten ab Januar 2025 Platz auf dem Campus Twannberg BE. 
Archivbild: Keystone

Auf dem Campus Twannberg BE soll eine Kollektivunterkunft für geflüchtete Menschen entstehen. Ab Januar 2025 sollen bis zu 175 Personen dort unterkommen. Der Betrieb ist vorerst auf drei Jahre festgelegt.

21.6.2024 - 18:41

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  • Auf dem Campus Twannberg BE soll eine Kollektivunterkunft für geflüchtete Menschen entstehen.
  • Ab Januar 2025 sollen bis zu 175 Personen dort unterkommen.
  • Ein früheres Hotel werde die kommenden drei Jahre vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) Kanton Bern betrieben.

Wegen der nur bedingt voraussehbaren internationalen Migrationsbewegungen sei noch unklar, aus welchen Ländern die Personen kommen werden. Platz erhalten jedoch jene mit Flüchtlingsstatus, vorläufig Aufgenommene und Personen mit Schutzstatus S, wie das Amt für Integration und Soziales (AIS) des Kantons Bern am Freitagabend schrieb.

Die Unterkunft in dem früher als Hotel genutzten Gebäude werde die kommenden drei Jahre vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) Kanton Bern betrieben. Sie werde rund um die Uhr während sieben Tagen die Woche betreut. Erste Unterbringungen würden frühestens im Januar 2025 erfolgen, hiess es weiter.

Für die Kinder der Unterkunft sind zunächst Willkommensklassen oder Intensivkurse «Deutsch als Zweitsprache» vorgesehen. Die Gemeinde Twann-Tüscherz soll dabei Unterstützung des Kantons erhalten. Erst bei längeren Aufenthalten folge eine Integration in die Regelklassen.

Kritik von Gemeinde

Die Gemeinde Twann-Tüscherz sei nach dem Entscheid skeptisch gewesen, schrieb das AIS. Sie hätten aber beschlossen, eine besonnene und pragmatische Haltung einzunehmen. Die verantwortlichen Behörden und Partnerorganisationen hätten sich gegenüber der Gemeinde verpflichtet, bei Problemen schnell und wirksam zu reagieren.

Ausserdem soll zwischen allen Beteiligten ein regelmässiger Informationsaustausch in Form eines «runden Tischs» stattfinden. Zu dem ist auch die Bevölkerung eingeladen. Die erste Informationsveranstaltung findet bereits am 19. August statt.

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