Regierungsrat beantragt weitere 50 Millionen für Corona-Massnahmen

sr, sda

21.10.2021 - 11:07

Damit Hausärzte wie dieser Mediziner im Januar im Kanton Zürich die Covid-Impfung verabreichen, will die Berner Regierung 12,5 Millionen Franken Zusatzvergütungen ausrichten.
Keystone

Die Berner Regierung will auch im nächsten Jahr viel Geld ausgeben für die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Sie legt dem Grossen Rat einen Kredit von 49,9 Millionen Franken für gesundheitspolitische Massnahmen im Jahr 2022 vor.

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21.10.2021 - 11:07

Wie sie am Donnerstag mitteilte, geht es um Kosten zur Weiterführung der Impfkampagne und um die Finanzierung von Testzentren. Auch die Ausgaben zur Fortsetzung des Contact Tracings sowie Kommunikationsmassnahmen sollen mit den 49,9 Millionen Franken gesichert werden.

Mit dem grössten Betrag, nämlich 18,36 Millionen Franken, will die Kantonsregierung die Weiterführung des Contact Tracings sicherstellen, also die Rückverfolgung von Kontakten Infizierter. Für den Betrieb der kantonalen Testzentren geht er von Ausgaben in der Höhe von 1,8 Millionen Franken aus.

Für Testzentren, die von lokalen Leistungserbringern betrieben werden, stellt der Kanton Mittel in der Höhe von einer Million Franken bereit. Derzeit ist das in Interlaken, Thun, Biel und im Seeland der Fall.

12,5 Millionen für Ärzte und Apotheker

12,5 Millionen aus dem 50-Millionen-Paket sollen in die weitere Impfkampagne fliessen. Wie der Regierungsrat schreibt, sollen im kommenden Jahr vor allem die Grundversorger, also Hausärztinnen und Hausärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker, die Bernerinnen und Berner impfen.

Die vom Bund pro Impfung zur Verfügung gestellten 16.50 (Hausärzte) respektive 24.50 Franken (Apotheken) reichen aber laut Gundekar Giebel, Sprecher der bernischen Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion, nicht aus. Deshalb brauche es die 12,5 Millionen Franken, welche die Kosten der Hausarztpraxen und Apotheken möglichst decken sollen.

Die Berner Regierung bezeichnet diese 12,5 Millionen Franken als Zusatzvergütung zu den Beiträgen des Bundes.

Wie Giebel am Donnerstag auf Anfrage weiter sagte, hofft der Kanton Bern, dass aufgrund dieser Zusatzvergütung möglichst viele Hausarztpraxen und Apotheken im kommenden Jahr die Covid-Impfung durchführen. Derzeit sind es laut Giebel je 50 Hausarztpraxen und Apotheken – ihm zufolge «viel zu wenige».

Bei der Impfung setzt der Kanton Bern im kommenden Jahr ergänzend auf den Einsatz mobiler Teams. Dafür veranschlagt er drei Millionen Franken. Für den Fall, dass die Nachfrage nach Impfkapazitäten durch die Grundversorger und die mobilen Teams phasenweise nicht abgedeckt werden kann, sind 7,2 Millionen Franken für den Betrieb von Impfzentren vorgesehen.

Dazu kommt eine Million Franken für die Informatik, insbesondere für Weiterentwicklungen der digitalen Impflösung «Vacme».

Reserve von vier Millionen

Für die verschiedenen Kommunikationsmassnahmen werden rund eine Million Franken veranschlagt. Die Kantonsregierung sagt dazu, die Strategie zur Bekämfpung der Pandemie könne nur erfolgreich sein, wenn sie von der Bevölkerung breit mitgetragen werde.

Im Kreditantrag an den Grossen Rat ist auch eine Reserve von vier Millionen Franken enthalten. Schliesslich sei die Pandemiebewältigung weiterhin von vielen Unsicherheiten geprägt, so die Kantonsregierung.

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