Bei CPH in Perlen läuft das Geschäft wieder rund. (Archivaufnahme)
Keystone
Die CPH Chemie + Papier Holding ist zurück in den schwarzen Zahlen. Treiber waren vor allem die höheren Preise, wie das Unternehmen aus Perlen LU am Dienstag mitteilte.
Keystone-SDA
21.02.2023, 07:46
21.02.2023, 12:25
SDA
Der Nettoumsatz des in den Bereichen Chemie, Papier und Verpackung tätigen Unternehmens stieg 2022 kräftig um 46,0 Prozent auf 725 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA wurde auf 131 Millionen Franken verfünffacht. Beim EBIT schrieb CPH nach einem Verlust von 3 Millionen Franken im Vorjahr nun wieder ein positives Ergebnis in der Höhe von 112 Millionen Franken.
Unter dem Strich verblieb CPH ein Reingewinn von 101 Millionen Franken, nachdem 2021 auch durch ausserordentliche Wertminderungen ein Verlust von 151,4 Millionen Franken gestanden hatte. Das Unternehmen erzielte sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis Rekordwerte.
Höhere Dividende beantragt
Für die Aktionäre spiegelt sich die positive Geschäftsentwicklung in einer deutlich höheren Dividende wider. So sollen nach 1,30 Franken je Aktie nun 4,50 Franken ausgezahlt werden.
Bei den einzelnen Sparten legte das Papiergeschäft stark zu. Die einzige Schweizer Papierfabrik verkaufte für 384 Millionen Franken Zeitungs- und Magazinpapier, das ist eine Steigerung um gut 66 Prozent. Dabei gingen die Volumen sogar zurück, die Preise zogen allerdings stark an.
Den steigenden Energiepreisen hat die Papiersparte noch ausweichen können. Es habe sich mit Blick auf das Ergebnis positiv ausgewirkt, dass der Bereich den Strom bis zu vier Jahre im Voraus am freien Markt beschaffe, teilte CPH mit.
Papiersparte unter Druck
Die umsatzstärkste Sparte der CPH dürfte aber unter Druck bleiben. CPH-Chef Peter Schildknecht führte vor den Medien die sinkende Nachfrage nach Zeitungspapier sowie die hohen Preisen für Altpapier und Energie an. CPH dürfte damit das gute operative Ergebnis von 2022 im laufenden Jahr nicht mehr wiederholen können, sagte er.
Im Bereich Verpackungen, der vor allem pharmazeutische Folien produziert, liefen die Anlagen nahe an der Kapazitätsgrenze. Die Auftragseingänge hätten neue Höchstwerte erreicht, teilte CPH mit.
Der Umsatz des Verpackungsbereichs kletterte um gut 35 Prozent auf 231 Millionen Franken – insbesondere dank höherer Preise und dem gestiegenen Anteil höherwertiger Produkte. Die Situation an den Beschaffungsmärkten blieb angespannt.
Die kleinste Sparte Chemie steigerte den Umsatz um knapp 16 Prozent auf 110 Millionen Franken. Sie habe besonders in den USA Marktanteile gewonnen, erklärte CPH. Die Kapazitäten seien an allen Standorten erweitert worden.
Ausblick mit vielen Unsicherheiten
Für 2023 rechnet CPH mit steigenden Umsätzen. Der Geschäftsgang hänge aber stark von der Verfügbarkeit der Rohstoffe und Energie sowie deren Preise ab. Eine Frage sei auch, inwieweit steigende Kosten an den Markt weitergegeben werden könnten.
Für CPH arbeiten 1181 Personen (umgerechnet in Vollzeitstellen). Das Unternehmen produziert nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland, in Bosnien-Herzegowina, in den USA, in Brasilien und in China.
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