Coronavirus – Schweiz

Fast 200 Todesfälle in der Zentralschweiz wegen Covid-19

kad, sda

18.11.2020 - 17:08

Die Situation in den Schwyzer Spitälern bleibt angespannt – im Kanton sind drei weitere Personen an Covid-19 gestorben. (Archivbild)
Die Situation in den Schwyzer Spitälern bleibt angespannt – im Kanton sind drei weitere Personen an Covid-19 gestorben. (Archivbild)
SDA

In der Zentralschweiz ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf insgesamt 197 angestiegen. Die Kantone Schwyz und Luzern meldeten am Mittwoch je drei weitere Tote, in den Kantonen Ob- und Nidwalden kam je ein Todesopfer hinzu.

Am meisten Tote verzeichnet der Kanton Schwyz mit 87, gefolgt von Luzern mit 61. In Zug sind es 20, in Obwalden 11 und in Uri und Nidwalden je 9. Die Schwyzer Frau Gesundheitsdirektorin Petra Steimen (FDP) sagte bei einer Orientierung im Kantonsrat, das durchschnittliche Alter der Corona-Toten liege bei rund 80 Jahren. Die Lage in den Schwyzer Spitälern bleibe anspruchsvoll.

Die Zahl der Neuansteckungen im Kanton Schwyz lag bei 60 (total 4415). Dreistellig war die Zahl in der Zentralschweiz nur im Kanton Luzern mit 225 neu positiv getesteten Personen (8512). In Zug waren es 65 (2766), in Uri 24 (774), in Nidwalden 9 (807) und in Obwalden 8 (756).

Im Kampf gegen die Auswirkungen der Pandemie lancierten die Kantone Ob- und Nidwalden verschiedene Angebote. Das Obwaldner Sozialamt teilte mit, es wolle mit der Kampagne «Wie geht's dir?» die psychische Gesundheit fördern. Mit Hilfe einer App könne die persönliche Gefühlslage reflektiert werden, auch Restaurants und Coiffeurbetriebe beteiligen sich und hängen Plakate auf.

Solidarität unter den Generationen

Der Kanton Nidwalden veröffentlichte eine Video-Botschaft, die zur Solidarität unter den Generationen aufruft. Denn gegenwärtig würden sich vor allem 20- bis 60-Jährige mit dem Coronavirus anstecken, wobei es im privaten Umfeld zu Übertragungen auf ältere Generationen komme.

Der Kanton Zug vergab derweil Gelder, um die Folgen der Pandemie zu lindern. Er sprach eine Soforthilfe im Bereich Sport in der Höhe von 26'560 Franken aus dem Sportfonds. Dieser ist mit fünf Millionen Franken gefüllt, bis zur Eingabefrist vom 20. September seien 611'320 Franken gesprochen worden.

25'650 Franken aus dem Lotteriefonds erhalten zudem die Pfadi Morgarten und der Verein Pro Pfadiheim als Soforthilfe. Sie hatten finanzielle Einbussen, weil sie den Flohmarkt in Unterägeri wegen des Coronavirus absagen mussten.

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