Heim im Corona-Hotspot Schwyz sucht per sofort «helfende Hände»

SDA

25.10.2020 - 08:45

Bewohnerinnen und Bewohner von Altersheimen sollen mit Besuchsverboten vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden. (Symbolbild)
Source: KEYSTONE/DPA/MARCEL KUSCH

Angesichts der drastisch zugespitzten Lage rund um das Coronavirus im Talkessel von Schwyz hat ein lokales Altersheim am Sonntag in einem öffentlichen Aufruf per sofort um zusätzliches Personal gebeten. Das Heim sucht laut Mitteilung des Gemeinderats nach Pflegefachpersonen und anderen «helfenden Händen».

Für das Alterszentrum Rubiswil im Gemeindeteil Ibach war wegen stark gestiegener Fallzahlen in Schwyz und Umgebung am Freitag ein Besuchsverbot verhängt worden, um die Bewohnerinnen und Bewohner in den 127 Wohneinheiten vor einer Ansteckung zu schützen. Zudem befinden sich seit mehreren Tagen Bewohnende von zwei der fünf Etagen im Haus in Quarantäne. Zuvor waren dort mehrere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Das ganze Personal leiste grössten Einsatz unter erschwerten, anspruchsvollen Bedingungen, hiess es in einer Mitteilung des Alterszentrums. Obschon die personellen Kapazitäten zum heutigen Zeitpunkt noch ausreichen würden, habe sich das Alterszentrum entschieden, «proaktiv» auf Personen zuzugehen, welche in der aktuellen Situation ihre Hilfe vor Ort anbieten könnten.

Die aktuelle Situation sei herausfordernd und intensiv für alle, hiess es weiter. Dennoch sei die Geschäftsleitung des Heims zuversichtlich, die Lage gemeinsam zu meistern.

Der Kanton Schwyz ist besonders von der zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie betroffen. Am Freitag kamen 105 Fälle von Infizierten (total 2066) dazu. Das Spital in Schwyz war ausgelastet und musste verschiedentlich Covid-Patienten an andere Zentralschweizer Spitäler abgeben.

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