Leerstehendes Kinogebäude wird für Sarnen zur Hypothek

rl, sda

2.2.2021 - 17:18

Der Obwaldner Hauptort Sarnen. Was dort mit dem früheren Kino Seefeld passiert, ist weiter offen. (Archivaufnahme)
Keystone

Die Gemeinde Sarnen hat für den seit Herbst 2019 leerstehenden Gebäudekomplex Hirschen/Kino Seefeld noch keine Lösung gefunden. Es sei zur Zeit schwierig, einen Investor für kulturelle und touristische Projekte zu finden, ferner müsste die Liegenschaft für eine neue Nutzung totalsaniert und allenfalls umgezont werden, teilte sie mit.

Das Kino Seefeld gibt es seit 1947, es handelt sich dabei um einen Anbau des Hotels Hirschen. Die Gemeinde kaufte die Liegenschaft 2015 für 1,6 Millionen Franken. 2019 wurden der Kinobetrieb eingestellt, auch die Zwischennutzung im Hirschen wurde beendet.

Um einen Weiterbetrieb zu ermöglichen, suchte die Gemeinde mit einer öffentlichen Ausschreibung einen neuen Nutzer. Leider habe bis heute kein Investor oder Betreiber gefunden werden können, der die Erwartungen der Gemeinde erfüllt habe, teilte diese am Dienstag mit.

Erschwerend kommt gemäss der Gemeinde dazu, dass das Kino und das Hotel im heutigen Zustand nicht mehr vermietet werden können. Vor einer Gesamtsanierung müsste aber die künftige Nutzung bekannt sein, heisst es in der Mitteilung.

Liegenschaft in der Kurzone

Dazu kommt, dass sich die Liegenschaft in der Kurzone befindet. Mit einer Umzonung hätte man mehr Möglichkeiten bei der Nutzung, sagte Gemeindeschreiber Max Rötheli auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Erwogen wird in der Mitteilung die Umzonung in die Wohn-, Gewerbe- oder öffentliche Zone. Dies könne aber erst mit der kommenden Ortsplanungsrevision angegangen werden. Erst wenn diesbezüglich Planungssicherheit bestehe, könnten auch Optionen wie die Abgabe im Baurecht der Liegenschaft an einen Investor geprüft werden.

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