Luzerner Regierung will 9. Schuljahr weiterentwickeln

3.12.2019 - 00:01, SDA

Die Luzerner Regierung unterstützt die Forderung nach niveauspezifischen Unterrichtsangeboten im 9. Schuljahr. (Symbolbild)
Source: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Die Luzerner Regierung will der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler im 9. Schuljahr besser Rechnung tragen. Sie hat ein entsprechendes Postulat zur Annahme empfohlen, das eine Weiterentwicklung der letzten Klasse der obligatorischen Schulzeit fordert.

Gaudenz Zemp (FDP) hatte seinen Vorstoss damit begründet, dass die 9. Klasse entscheidend sei für die Lernenden im Hinblick auf den Wechsel in die berufliche Grundbildung oder den Besuch der weiterführenden Schulen. Er forderte gezielte Förderangebote.

Der Regierungsrat teile die Einschätzung, dass der Heterogenität insbesondere im 9. Schuljahr mehr Rechnung getragen werden müsse, heisst es in der Antwort auf das Postulat, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Es müssten optimale Voraussetzungen für den Übertritt geschaffen werden. Leistungswillige wie auch schulmüde Lernende sollen angemessen gefördert werden.

Neue Unterrichtsangebote, die der Heterogenität noch besser gerecht werden, wolle man deshalb weiterentwickeln. Die Regierung listet dazu Themen auf wie vorgezogener Berufsmatura-Unterricht, individuelle Lernstunden, persönlicher Arbeitsplatz, integrierte Hausaufgaben, Einzel-Coaching zur Berufsbildung, ausserschulische Praktika sowie gezieltes Vorbereiten auf eine Anschlusslösung in Kooperation mit den Berufsfachschulen.

Die Regierung unterstütze die Forderung nach neuen niveauspezifischen Unterrichtsangeboten im 9. Schuljahr. 98 Prozent der 25-Jährigen im Kanton sollen dereinst einen Abschluss auf Sekundarstufe 2 erlangen.

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