Zentralschweiz

Mehr verwaltungsinterne Beschwerden landen bei Luzerner Ombudsfrau

kad, sda

10.5.2022 - 08:52

Aus der Luzerner Stadtverwaltung erreichten mehr Beschwerden die Ombudsstelle als in den Vorjahren. (Archivbild)
Keystone

Die Ombudsstelle der Stadt Luzern hat im vergangenen Jahr so viele Anfragen erhalten wie nie zuvor. Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der Beschwerden von Verwaltungsmitarbeitenden.

kad, sda

10.5.2022 - 08:52

Ombudsfrau Lucia Schnider Stulz bearbeitete 19 verwaltungsinterne Beschwerden und Anliegen, wie aus dem Jahresbericht 2021 hervorgeht, den die Ombudsstelle am Dienstag veröffentlichte. Im Vorjahr waren es noch 14 Fälle gewesen. Bei der Mehrzahl der Anliegen sei es um Konflikte mit Vorgesetzten oder Rechtsberatungen zum Arbeitsverhältnis gegangen.

Doch auch die Coronapandemie prägte die Arbeit der Ombudsfrau. So musste sie sich etwa mit der Frage auseinandersetzen, ob die Stadt als Arbeitgeberin die Erwartung nach einer Corona-Impfung der Angestellten aussprechen dürfe oder ob sie Mitarbeitende ohne Covid-Zertifikat von Anlässen ausschliessen dürfe.

Einen neuen Höchststand von 278 Anfragen bearbeitete die Ombudsstelle. Es waren deren sieben mehr als im Vorjahr, dabei gibt die Ombudsfrau jeweils kurze Rechtsauskünfte oder leitet die Anfragenden an andere Stellen weiter, ohne einen Fall zu eröffnen.

Weniger komplexe Fälle

Im Vergleich dazu verzeichnete die Ombudsstelle 77 komplexe Fälle und Anliegen. Hier war eine deutliche Abnahme im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten, als noch 90 neue Fälle eingegangen waren. Wie in der Vergangenheit betraf die Mehrheit der Anliegen Sozialhilfe, Erwachsenenschutz und Steuern.

2021 wurde das Pensum der Ombudsfrau von 60 auf 70 Prozent erhöht. Dazu erhielt sie mit Markus Vanza einen neuen Stellvertreter in einem 20-Prozent-Pensum. Er ersetzte den altershalber zurückgetretenen Otmar Kreiliger. Die Ombudsstelle der Stadt Luzern hat 2014 ihren Betrieb aufgenommen.

kad, sda