Naturschützer kritisieren Luzerner Museumsabbau

SDA

17.12.2018 - 09:33

Naturschutzorganisationen kritisieren die Absicht der Luzerner Kantonsregierung, das Natur-Museum zu verkleinern und mit dem Historischen Museum zu fusionieren. Ein weitsichtiges Museumskonzept bestehe nicht aus einem Abbau, sondern aus Erneuerung und zeitgemässer Infrastruktur, teilten sie in einem offenen Brief an den kantonalen Bildungsdirektor Reto Wyss mit.

Bird Life Luzern, die Ornithologische Gesellschaft der Stadt Luzern, Pro Natur Luzern und WWF Luzern haben am Montag ihren offenen Brief an den CVP-Magistraten publik gemacht. Sie fordern diesen auf, das Heft in die Hand zu nehmen und die Verkleinerung des Natur-Museums abzuwenden.

Der Luzerner Regierungsrat gab vor einem Monat bekannt, dass aus finanziellen Gründen das Natur- und Historische Museum verkleinert und zusammengelegt werden sollen. Heute kosten die Museen den Kanton 3,8 Millionen Franken. Das neue Museum für Natur und Gesellschaft soll 0,8 Millionen Franken billiger sein.

Die Naturorganisationen verweisen in ihrem offenen Brief darauf, dass das Natur-Museum nach dem Verkehrshaus und dem Gletschergarten in der Rangliste der meistbesuchten Luzerner Museen auf dem dritten Platz liege. Das sei Potential und Verantwortung.

Das Natur-Museum sei eine unverzichtbare Bildungsinstitution, die nachhaltiges und weitsichtiges Handeln vermittle, schreiben Bird Life, Ornithologische Gesellschaft, Pro Natura und WWF. Es sei ein Kurs- und Vortragsort, ein Treffpunkt von Fachleuten und ein Ort der Dokumentation. "Darauf können und wollen wir nicht verzichten."

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