Portugiesen und Schweizer wandern von Luzern ins Ausland aus

30.10.2019 - 11:23, SDA

Grenzkontrolle in Chiasso TI: 2018 sind 5045 Personen aus dem Ausland in den Kanton Luzern eingewandert, 4578 haben diesen Richtung Ausland verlassen. (Archivbild)
Source: KEYSTONE/TI-PRESS/FRANCESCA AGOSTA

Aus dem Kanton Luzern ziehen mehr Portugiesen und Schweizer ins Ausland, als von dort in den Kanton Luzern übersiedeln. Dies zeigen Zahlen von Lustat.

Wie die kantonale Statistikstelle am Mittwoch mitteilte, zogen im letzten Jahr 5045 Personen vom Ausland in den Kanton Luzern, um dort Wohnsitz zu nehmen. Viele von diesen haben einen Schweizer Pass, nämlich 15,4 Prozent. 14,2 Prozent sind Deutsche, 6,3 Prozent sind Italiener.

4578 Personen reisten aus dem Kanton Luzern Richtung Ausland ab. Auf den ersten beiden Plätzen sind wieder Personen mit Schweizer (20,5 Prozent) und Deutscher (13,4 Prozent) Nationalität. 7,0 Prozent der Auswanderer waren Portugiesen.

Insgesamt zogen 123 Italiener mehr in die Schweiz ein, als ins Ausland abwanderten. Die nächst grösseren positiven Wanderungssaldi hatten die Kosovaren (107 Personen) und die Deutschen (102). Die grössten negativen Wanderungssaldi – also mehr Aus- als Einwanderungen – hatten die Portugiesen (161 Personen) und Schweizer (160). Auf Platz drei landeten die Eritreer (56).

Unterdurchschnittlicher Ausländeranteil

2018 lebten in Luzern 75'885 Ausländer mit ständigem und 2897 mit nichtständigem Wohnsitz. Seit 1991 hat sich die Zahl der Ausländer im Kanton Luzern fast verdoppelt, der Ausländeranteil stieg von 11,9 Prozent auf 18,5 Prozent. Im Schweizer Durchschnitt stieg dieser im gleichen Zeitraum von 17,4 Prozent auf 25,1 Prozent.

Fast jeder fünfte Luzerner Ausländer war Deutscher (18,5 Prozent). Der Kosovo, Italien und Portugal stellten mit je rund 10 Prozent die nächst grösseren Ausländergruppen. Insgesamt erscheinen in der Ausländerstatistik von Lustat 158 unterschiedliche Nationalitäten.

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