FachkräftemangelSchwyzer Regierung lehnt Idee eines Berufsbildungsfonds ab
liku, sda
4.4.2024 - 09:21
Die Schwyzer Regierung sieht in einem kantonalen Berufsbildungsfonds nicht die richtige Lösung um die Attraktivität der Berufslehre zu fördern. (Symbolbild)
Keystone
Die Schwyzer Regierung hat sich gegen die Idee eines kantonalen Berufsbildungsfonds als Massnahme gegen den Fachkräftemangel ausgesprochen. Denn viele Branchen im Kanton verfügten bereits über entsprechende allgemeinverbindliche Fonds.
Keystone-SDA, liku, sda
04.04.2024, 09:21
SDA
Dadurch könne ein kantonaler Berufsbildungsfonds für diese Branchen nicht noch zusätzlich zur Anwendung kommen, schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort vom Donnerstag auf ein Postulat der SP-Kantonsratsmitglieder Martin Raña, Aurelia Imlig-Auf der Maur und Bianca Bamert.
In ihrem Postulat hatten sie die Einführung eines Berufsbildungsfonds gefordert. Unternehmen, die keine Lernenden ausbilden, müssten ein Promille der Lohnsumme in den Fonds einzahlen. Das Geld würde dann an Unternehmen ausbezahlt, welche Lernende ausbilden. Ziel sei es, mehr Lehrstellen zu schaffen und den Personalnachwuchs zu fördern, wie es heisst.
Die Regierung betont in ihrer Antwort, dass sie dies als wenig geeignetes Mittel erachtet, um die Attraktivität der beruflichen Grundbildung zu stärken. Aktuelle Zahlen zeigten, dass per Sommer 2024 zwar mehr Lehrverträge abgeschlossen, jedoch auch mehr offene Lehrstellen gemeldet wurden. Die Zahlen deuteten auf einen Lernendenmangel hin, nicht auf einen Lehrstellenmangel.
Als weitere Gegenargumente nennt die Regierung den hohen, jährlich wiederkehrenden Aufwand für die Führung und Kontrolle eines solchen Fonds. Könne beispielsweise ein Betrieb seiner Ausbildungsverpflichtung aufgrund von nicht beeinflussbaren Faktoren nicht nachkommen, müsse dieser seine unternommenen Anstrengungen nachweisen, um von den Abgaben befreit zu werden.
In seinem Fazit hält die Regierung fest, dass sie bemüht sei, die Lasten der Betriebe administrativ und finanziell zu überprüfen und wo möglich zu reduzieren, um die Attraktivität der Lehre hoch zu halten. Sie spricht sich jedoch gegen eine Erheblicherklärung des Postulats aus.
T-Rex in Zürich: «Man kann es einfach nicht in Worte fassen»
Zum ersten Mal überhaupt wird in Europa ein T-Rex-Skelett versteigert: Bis zum 16. April 2023 kann «Trinity» in der Zürcher Tonhalle bestaunt werden. Die Fachleute sind von dem Fossil regelrecht hingerissen.
30.03.2023
Offene Drogenszene – als Zürich an der Nadel hing
Wie es zur offenen Drogenszene in Zürich kam und was damals wirklich passierte, zeigen wir im historischen Rückblick.
03.02.2022
Erklärt: Das Schweizer Bio-Ei kommt vom Hybridhuhn – Und was heisst das jetzt?
Die Hühnerzucht weltweit haben sich eine Handvoll Player untereinander aufgeteilt. Auch in Schweizer Ställen stehen Hochleistungssportler. Man wird ja wohl nochmal fragen dürfen: Was bedeutet das für Bio-Ei-Käufer?
17.09.2020
T-Rex in Zürich: «Man kann es einfach nicht in Worte fassen»
Offene Drogenszene – als Zürich an der Nadel hing
Erklärt: Das Schweizer Bio-Ei kommt vom Hybridhuhn – Und was heisst das jetzt?