Kantonsrat LU Umfahrungsstrasse von Malters LU erhält keine Mittelleitplanke

rl, sda

18.6.2024 - 14:21

Die Erhöhungen sorgen dafür, dass der Lenker merkt, dass er zu weit links fährt. (Symbolbild)
Die Erhöhungen sorgen dafür, dass der Lenker merkt, dass er zu weit links fährt. (Symbolbild)
Keystone

Die Schnellstrasse zwischen Blatten und Schachen LU soll nicht mit einer Mittelleitplanke sicherer gemacht werden, sondern nur mit einer durchgehenden Rüttelmarkierung. Der Kantonsrat hat am Dienstag mit 105 zu 0 Stimmen ein Postulat von Daniel Piazza (Mitte) teilweise überwiesen.

18.6.2024 - 14:21

Die Umfahrungsstrasse von Malters H10 ist eine Autostrasse mit Gegenverkehr, auf der mit 100 km/h gefahren werden darf. Piazza forderte mit einem Postulat, dass die Strasse mit einer Mittelleitplanke sicherer gemacht werde. Es gebe zwischen Blatten und Schachen immer wieder schwere Unfälle.

Piazza führte als Gegenbeispiel die Autostrasse A8 zwischen Alpnachstad und Sarnen-Nord an. Dort wurde 2014 eine Mittelleitplanke installiert. Seither habe es keine tödlichen Unfälle mehr gegeben, erklärte er in seinem Vorstoss.

Der Regierungsrat führte in seiner Antwort aus, dass die H10 nicht gefährlicher sei als jede andere ähnliche Strasse. Sie könne ferner nicht mit der A8 verglichen werden, denn sie sei schmaler und habe keinen Pannenstreifen.

Für den Einbau einer Mittelleitplanke müsste die Umfahrungsstrasse von Malters verbreitert werden, hielt der Regierungsrat fest. Die geforderte Massnahme sei deswegen unverhältnismässig. Er schlug vor, die teilweise vorhandene Rüttelmarkierung auf die ganze Strecke auszudehnen.

Piazza überzeugten die Argumente des Regierungsrats. Die Rüttelmarkierung funktioniere, sagte er, eine Mittelleitplanke wäre zu teuer. Er unterstütze deswegen den Antrag der Regierung, sein Postulat nur teilweise erheblich zu erklären.

Die anderen Fraktionen unterstützten dies. Bernhard Steiner (SVP) sagte, eine Verbreiterung der Strasse wäre schwierig, weil die H10 direkt an der Kleinen Emme liege.

Sarah Bühler-Häfliger (SP) sagte, es sei wichtig, dass weiterhin ein «scharfes Auge» auf das Unfallgeschehen auf der H10 geworfen werde. Sie und Barbara Irniger (Grüne) wiesen darauf hin, dass die Unfallgefahr auch mit einer Verkehrsverminderung verbessert werden könne. Sabine Wermelinger (FDP) sagte, nicht nur die Strassen, auch die Fahrzeuge würden sicherer, zum Beispiel dank Spurhaltesystemen.

rl, sda