Urner Regierung rechnet mit höheren Coronaauslagen im 2021

kad, sda

4.6.2021 - 09:45

Impfstart im Kantonsspital Uri: Die Kosten, die der Kanton Uri rund um die Pandemie tragen muss, fallen höher aus als angenommen. (Archivbild)
Keystone

Die Coronapandemie dürfte den Kanton Uri im laufenden Jahr teurer zu stehen kommen, als bisher angenommen. Der Regierungsrat beantragt daher zwei Nachtragskredite von insgesamt fast 400'000 Franken. Inbegriffen ist auch die Anschaffung von drei Beatmungsgeräten.

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4.6.2021 - 09:45

Im Budget 2021 sind für die Pandemiemassnahmen wie Contact Tracing, Schutzmaterial, Reihentests und Impf-Einsatz 525'000 Franken eingestellt. Dazu kommen 443'000 Franken, die als Kantonsbeteiligung an ungedeckten Kosten für das Kantonsspital Uri vorgesehen sind. Hochrechnungen und erste Abrechnungen zeigten, dass diese Beträge zu tief sein dürften, schreibt der Urner Regierungsrat am Freitag in seinem Antrag ans Parlament.

So seien bei den Massnahmen alleine im ersten Quartal Kosten von 200'000 Franken angefallen. Diese dürften wegen der Ausweitung der Impfkampagne sowie der Kontrolle der Schutzkonzepte im zweiten Quartal noch ansteigen, bevor sie wieder sinken, wobei noch nicht klar sei, ob es eine dritte Impfung brauche. Deshalb beantragt die Regierung zusätzlich 280'000 Franken.

117'000 Franken höher als budgetiert dürften die Kosten beim Kantonsspital anfallen. Bei der Prognose stützt sich der Regierungsrat auf die Abrechnung von 2020, die nun vorliegt. Die ungedeckten Kosten, insbesondere für den Test- und Impfbetrieb, dürften 2021 mindestens gleich hoch ausfallen, die Ausgaben rund um die Impfung steigen.

Zudem will der Kanton die drei Beatmungsgeräte, die er bis jetzt vom Bund gemietet hatte, für 96'000 Franken kaufen. Für Betrieb- und Unterhalt kommt dann das Spital auf.

Weiter beantragt die Regierung Nachtragskredite von 140'000 Franken für die Erneuerung von Staatsarchiv und Kantonsbibliothek wegen statischer Probleme, von 90'000 Franken für die Umsetzung der kantonalen Klimastrategie sowie von 45'000 Franken für digitale Schnittstellen für den Datenaustausch.

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