Umwelt Urner Regierung sagt Verpackungsflut den Kampf an

kad, sda

7.6.2022 - 16:45

Doppelt verpackte Fertiggerichte sind der Urner Landrätin Nora Sommer ein Dorn im Auge. (Symbolbild)
Doppelt verpackte Fertiggerichte sind der Urner Landrätin Nora Sommer ein Dorn im Auge. (Symbolbild)
Keystone

Im Kanton Uri sollen Läden ab einer gewissen Grösse dazu verpflichtet werden, unnötige Verpackungen gratis zurückzunehmen und zu entsorgen. Der Regierungsrat empfiehlt eine Motion zur Annahme, die der Überverpackung an den Kragen will.

7.6.2022 - 16:45

Landrätin Nora Sommer (SP/Grüne) stört sich an in Plastikfolie eingeschweissten Früchten oder an mit Plastik umwickelten Duschmitteln. Sie will daher mit einer Gesetzesänderung den Druck auf die Produzentinnen und die Geschäfte erhöhen, weniger unnötiges Verpackungsmaterial zu verwenden.

Der Urner Regierungsrat zeigt sich offen für das Anliegen, wie er am Dienstag mitteilte. Überverpackung verbrauche unnötig Ressourcen und Abfall und motiviere Konsumentinnen und Konsumenten zu Überkonsum. Bislang habe einzig der Kanton Jura ein Rücknahme-Gesetz für Verpackungen für Geschäfte mit einer Ladenfläche ab 200 Quadratmetern.

Im Kanton Uri wären schätzungsweise 15 bis 30 Geschäfte von der Rücknahmepflicht betroffen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen für diese wären laut Regierungsrat gering. Sie beschränken sich darauf, eine Auspackstelle einzurichten und die zurückgelassene Überverpackung zu entsorgen.

Er sei daher bereit, eine Rücknahmepflicht für Überverpackungen ins Kantonale Umweltgesetz aufzunehmen. Dies soll im Rahmen der anstehenden Gesetzesrevision erfolgen. Die Motion kommt nun in den Landrat.

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