Übersterblichkeit bei über 65-Jährigen hält an

SDA/gbi

27.1.2021 - 10:16

In der Zentralschweiz – im Bild der Friedhof von Andermatt – sterben derzeit mehr ältere Menschen, als zu erwarten ist.
Keystone

In der Zentralschweiz sterben weiterhin mehr ältere Menschen als üblich. Bereits seit 13 Wochen sei bei Personen ab 65 Jahren eine Übersterblichkeit zu beobachten.

Keine Entwarnung für Zentralschweizerinnen und Zentralschweizer im Pensionsalter: Seit dem 19. Oktober 2020 ist die Anzahl wöchentlicher Todesfälle in dieser Altersgruppe grösser, als statistisch zu erwarten ist. Das teilte das Luzerner Statistikamt Lustat am Mittwoch mit.

In der zuletzt ausgewerteten Kalenderwoche vom 11. bis 17. Januar wurden 154 Todesfälle registriert. Die Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle betrug in jener Woche 81 bis 134. Auffällig ist laut Lustat: Bei den Personen unter 65 Jahren konnte keine Übersterblichkeit festgestellt werden.

Lustat publizierte seine Berechnungen auch für den Kanton Luzern. Dort sei seit dem 4. Januar 2021 keine Übersterblichkeit zu beobachten. Bei den über 65-Jährigen habe es vom 16. November 2020 bis 3. Januar 2021 und bei den unter 65-Jährigen vom 28. Dezember 2020 bis 3. Januar 2021 mehr Todesfälle als zu erwarten gegeben.

Die aktuellen Zahlen von Lustat zur Übersterblichkeit beruhen auf Hochrechnungen, weil es eine gewisse Zeit dauert, bis alle Todesfälle dem Bundesamt für Statistik gemeldet sind. Die normalerweise zu erwartende Zahl der Todesfälle wird auf Basis der Vorjahre berechnet.

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