Wohnen im Alter: Luzern und reformierte Kirche arbeiten zusammen

SDA

17.12.2018 - 16:01

In die Planung von Alterswohnungen im Luzerner Stadtteil Würzenbach kommt Bewegung. Die Stadt Luzern und die evangelisch-reformierte Kirche wollen eine gemeinsame Projektorganisation ins Leben rufen, um verschiedene Optionen zu prüfen, wie der Stadtrat am Montag in seiner Antwort auf ein Postulat schreibt.

Die Stadt Luzern und die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde besitzen im Würzenbach zwei benachbarte Grundstücke. Auf dem Areal der Stadt steht das seit 2013 geschlossene Schulhaus Schädrüti, auf dem der reformierten Kirche das Kirchgemeindehaus Würzenbach, in dem auch die Post untergebracht war.

Sowohl die Stadt wie Kirchgemeinde denken über den Bau von Alterswohnungen mit Dienstleistungen im Würzenbach nach. Allerdings ist eine Studie zum Schluss gekommen, dass ein solches Angebot allein auf dem Areal des Schulhauses nicht sinnvoll wäre, dies wegen der Hanglage und der zu geringen Zahl von Wohnungen, die dort realisiert werden können. Zudem gibt es denkmalpflegerische Gründe, die gegen einen Abbruch des Schädrütischulhauses sprechen.

Kritische Grösse erreichen

Das von den Fraktionen der FDP, SVP, Grünen und CVP eingereichte Postulat verlangt, dass die Stadt mit der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Kontakt aufnimmt, um ein gemeinsames Projekt Wohnen im Alter zu entwickeln. Durch die Zusammenarbeit solle es möglich werden, ein Projekt zu realisieren, das genügend gross sei für einen wirtschaftlichen Betrieb.

Die Postulanten rennen mit ihrem Vorstoss offenbar offene Türen ein. Bereits vor Eingang des Postulats habe die Stadt mit Vertretern der reformierten Kirche und der städtischen Pflegeheimbetreiberin Viva Luzern AG ein Gespräch zum Projekt Wohnen im Alter in Würzenbach vereinbart, schreibt der Stadtrat. Dieses habe Mitte Dezember stattgefunden. Man wolle eine gemeinsame Projektorganisation bilden, um verschiedene Optionen zu prüfen.

Im Quartier Würzenbach wohnen 7000 Personen. Das Angebot an Alterswohnungen ist heute bescheiden und eher teuer, wie die Postulanten festhalten. Gemäss einer Machbarkeitsstudie wären auf dem Areal der reformierten Kirche die Realisierung von mindestens 20 Wohnungen möglich.

Was die Stadt mit dem Areal des Schulhauses Schädrüti vorhat, ist weiterhin offen. Der Rückbau des Gebäudes und der Neubau für das Wohnen im Alter ist nur eine von drei Optionen. Geprüft werde auch die Vermietung des Gebäudes an Dritte sowie dessen Erhalt für eine multifunktionale Quartiernutzung, teilte der Stadtrat mit.

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