Wolfenschiessen NW gegen Mountainbike-Destination mit Engelberg OW

SDA

7.3.2021 - 15:00

Wolfenschiessen lehnt eine Mountainbike-Destination mit Engelberg ab. (Symbolbild)
Keystone

Abfuhr für eine gemeinsame Mountainbike-Destination mit Engelberg OW: Die Nidwaldner Gemeinde Wolfenschiessen hat am Sonntag das Projekt abgelehnt. Der Nein-Stimmenanteil lag bei 54,7 Prozent, die Stimmbevölkerung von Engelberg dagegen sagte mit 65 Prozent Ja.

SDA

7.3.2021 - 15:00

In Wolfenschiessen waren 537 Personen gegen den 890'000-Franken-Kredit. 445 stimmten dafür. Die Stimmbeteiligung lag bei 65,6 Prozent. 1129 der Engelbergerinnen und Engelberger genehmigten den Rahmenkredit von 740'000 Franken, 600 lehnten ihn ab bei einer Stimmbeteiligung von 66,8 Prozent.

Mit dem Projekt hätten die beiden Nachbargemeinden gemeinsame Wege gehen sollen, um das Freizeitangebot im hinteren Engelbergertal über die Gemeindegrenzen hinweg aufzuwerten und um die touristische Wertschöpfung zu steigern.

Auf Engelberg hat das Nein von Wolfenschiessen keinen Einfluss. Die geplanten Vorhaben auf ihrem Gemeindegebiet würden durchgeführt, sagte Talammann Alex Höchli gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Mountainbike-Destination sei zwar gemeinsam von Engelberg und Wolfenschiessen entwickelt worden, es sei aber nicht ein voneinander abhängendes Projekt.

Alpwirtschaft entlasten

Die Vorhaben in Engelberg sollen in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden. Sie sollen die Wege der Wanderer und Biker entflechten und auch die Alpwirtschaft entlasten, erklärte Höchli.

Die Ablehnung von Wolfenschiessen kommt nicht ganz überraschend, denn dort hatte sich die Finanzkommission im Gegensatz zum Gemeinderat gegen den Kredit ausgesprochen. Die Finanzkommission fand zwar das Ansinnen «touristisch wertvoll». Die Investitions- und Unterhaltskosten seien aber zu hoch, gerade auch, wenn die hohe Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde in Betracht gezogen werde.

Neben den Gemeinden hätten sich finanziell auch die Titlis Bergbahnen, die Brunni-Bahnen, Bund und Kanton im Rahmen der neuen Regionalpolitik (NRP) sowie Dritte an dem Projekt beteiligt.