Kantonsrat ZG

Zug will die Live-Übertragung der Kantonsratsdebatten testen

we, sda

27.1.2022 - 15:46

Wegen der Coronapandemie finden die Kantonsratssitzungen derzeit noch immer "extra muros" statt. Diese Chance soll genutzt werden, eine Live-Übertragung zu testen.
Keystone

Die kommenden Debatten des Zuger Kantonsrats sollen versuchsweise per Video übertragen werden. Das Parlament hat sich am Donnerstag wohlwollend zu einem Pilotversuch geäussert.

we, sda

27.1.2022 - 15:46

Die Debatte über eine versuchsweise Live-Übertragung wurde durch ein Postulat von Virginia Köpfli (SP) und Philip C. Brunner (SVP) ausgelöst, welches das Parlament an die Regierung zur Bearbeitung überwies.

Die Postulanten sind der Ansicht sind, dass die Debatten im Kantonsrat wenig Beachtung fänden. In der Regel seien sehr wenige Zuschauer vor Ort. Mit einer Live-Übertragung der Debatten könnte dem Zuger Kantonsrat vermehrt öffentlich Beachtung geschenkt werden.

Es sei eine Chance, die Debatten näher an die Bevölkerung zu tragen, die Live-Übertragungen könnten auch schulischen Zwecken dienen, schreiben die Postulanten.

Kantonsratspräsidentin Esther Haas (ALG) machte am Donnerstag im Namen des Ratsbüros den Vorschlag, eine Pilotierung durchzuführen und die zwei folgenden Kantonsratssitzungen per Video zu übertragen. Da die Sitzungen derzeit wegen der Corona-Pandemie «extra muros» stattfänden, sei eine Live-Übertragung einfach möglich.

Die Kosten für die Testläufe werden laut Haas auf einen «kleinen, vierstelligen Betrag» geschätzt. Haas schlug vor, die Live-Übertragung an den kommenden beiden Sitzungen im März zu testen.

Philipp C. Brunner begrüsste diesen Vorschlag. Er sagte, der Kanton Zug müsse mit der Zeit gehen, er sei diesbezüglich entwicklungsfähig. Der Aufwand für die Live-Übertragung sei minimal.

Thomas Meierhans (Mitte) war der Ansicht, dass nicht etwas getestet werden müsse, das auf der ganze Welt schon unzählige Male eingeführt worden sei. Thomas Magnusson (FDP) sagte: «Wenn testen, dann jetzt.» Und danach könne auch überprüft werden, ob die Kantonsratsdebatten überhaupt jemand mitverfolge. Er sagte: «Vielleicht überschätzten wir uns in dieser Angelegenheit ein bisschen.»

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