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Baselbieter Landrat ebnet Weg für vermehrtes Baustoff-Recycling

chhi, sda

27.1.2022 - 10:00

Für Bauabbrüche braucht es künftig im Baselbiet eine Bewilligung. (Archivbild).
Keystone

Im Kanton Baselland sollen mehr Bauabfälle recycliert werden statt auf Deponien landen. Deshalb hat der Landrat unter anderem eine Bewilligungspflicht bei Abbrüchen eingeführt.

chhi, sda

27.1.2022 - 10:00

Der Landrat hat das entsprechende «Massnahmenpaket zur Förderung des Baustoffkreislaufs Regio Basel» und damit eingehend die notwendige Änderung des Raumplanungs- und Baugesetzes in der zweiten Lesung am Donnerstag diskussionslos beschlossen.

In den beiden Basel fallen jährlich 3,2 Millionen Tonnen an Bauabfällen an. Der grösste Teil landet auf Deponien. Im Baselbiet sei es eine Million Tonnen pro Jahr, heisst es in der Vorlage des Regierungsrats. 30 Prozent dieser Bauabfälle könnten wieder verwertet werden.

Mit drei Massnahmen schafft der Kanton nun also neue gesetzliche Vorschriften mit dem Ziel, dass es für Bauunternehmen teurer werden soll, den Abfall auf Deponien zu schütten.

Bei Rückbauten wird künftig eine Bewilligung nötig sein. Der Kanton Basel-Landschaft sei einer der letzten Kantone, der noch keine solche Bewilligung kenne, sagte der Kommissionssprecher im Landrat in der ersten Lesung. Ab 200 Kubikmeter Abfall muss gar ein Konzept erstellt werden. Damit gewinne der Kanton eine Übersicht über laufende Abbruchprojekte.

Als weitere Massnahme hat der Landrat die kantonale Verwaltung verpflichtet, selber mit gutem Beispiel voranzugehen.

chhi, sda